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A woman with her children in Colombia

Wir sind da: In Kolumbien

Mehr als ein Sechstel seiner Bevölkerung hat Venezuela seit 2015 verlassen. Fast ein Drittel aller Menschen, die aus dem Land fliehen, kommen in das benachbarte Kolumbien. Das Land beherbergt 1,7 Millionen venezolanische Migranten und Flüchtlinge. Viele von ihnen haben keinen regulären Status. Dies beeinträchtigt ihren Zugang zu wichtigen Dienstleistungen, Schutz und Hilfe.

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Die größte Exilkrise in der Geschichte der Region

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Venezolanische Flüchtlinge und Migranten in Kolumbien
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Binnenvertriebene in Kolumbien
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bestätigte Todesfälle durch COVID-19

Soforthilfe

Focus auf die Schwächsten

Im Mai 2019 nahm ZOA seine Tätigkeit in Kolumbien auf, um auf die Bedürfnisse der vielen nach Kolumbien geflüchteten Venezolaner zu reagieren. Die Venezolaner flohen aus einem bankrotten Land, in dem es aufgrund der extrem hohen Inflation keine Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente mehr gab. Viele von ihnen nahmen nur mit, was sie tragen konnten.

Seitdem leistet ZOA Hilfe für bedürftige venezolanische Migranten und Mitglieder der Gastgemeinde. In La Guajira arbeiten wir mit venezolanischen Migranten, indigenen Wayuu und der armen Gastbevölkerung. Seit August 2020 sind wir auch in Arauca tätig, einem Grenzbezirk, der zu einem wichtigen legalen Einreisepunkt für Migranten nach Kolumbien geworden ist. Hier helfen wir vor allem den am meisten gefährdeten caminantes, Flüchtlingen und Migranten, die zu Fuß unterwegs sind. Wir konzentrieren uns auf WASH und Ernährungssicherheit.

So half ZOA 2020 in Kolumbien

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Mitarbeitende vor Ort
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konnten wir in Projekte investieren
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Menschen konnten wir erreichen

Zugang zu sauberem Wasser und Nahrungsmitteln in La Guajira

La Guajira ist eines der ärmsten Wüstengebiete im Norden Kolumbiens, das unter chronischem Wassermangel leidet. Hier leben die am stärksten gefährdeten venezolanischen Migranten und Mitglieder der Gastgemeinschaften in informellen Siedlungen. Sie sind mit extremen Herausforderungen konfrontiert, denn es gibt keinen Zugang zu öffentlichen Wasser- und Sanitäranlagen. Im Jahr 2020 baute ZOA 1.275 Grubentoiletten für Haushalte (um zu verhindern, dass sie dazu in die angrenzenden, unsicheren Wälder gehen mussten). Zudem verteilten wir 1.000 Wasserfilter und 2.355 Hygienesets und stellten 2.300 Handwaschstationen bereit, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern.

Im nördlichsten Teil von La Guajira unterstützen wir die Wayuu-Bevölkerung mit Bargeld und Nahrungsmitteln. Die Wayuu leben im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien und werden seit langem vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen unterstützt. Als Partner hat ZOA seit 2021 durchschnittlich 25.000 Lebensmittelpakete pro Jahr an die Armen in La Guajira verteilt.

Unterstützung für Caminantes in Arauca

Durch Arauca verläuft die am zweithäufigsten genutzte Landroute der Migranten in Kolumbien. Aufgrund der anhaltenden Krise Venezuelas, verlassen die ärmsten Migranten ihr Land nun zu Fuß. Diese tapferen Caminantes legen Hunderte von Kilometern ohne jegliche Unterstützung zurück. ZOA hilft bei der Reaktivierung des einzigen Hilfspunkts auf der gesamten Route, damit die Migranten Zugang zu sauberem Trinkwasser, Toiletten, Duschen und Hygienesets erhalten. 

In Zusammenarbeit mit der Regierung haben wir ein Pilotprojekt gestartet, bei dem die Caminanten mit elektronischen Geldkarten ausgestattet werden. Sie können diese Karten entlang ihrer Route über eine Strecke von 360 Kilometern benutzen. So können sie selbst entscheiden, was sie kaufen möchten, je nach den Bedürfnissen der Familienmitglieder. 

Kolumbien: Laura redet mit einer ZOA-Mitarbeiterin
Kolumbien: Laura

Laura, Flüchtige aus Venezuela.

„Ich bin mit meinen Kindern aus Venezuela geflohen. Wir haben nicht zurückgeschaut.“

GEMEINSAM ARBEITEN

Geber und Partner

Unsere Arbeit in Kolumbien wird von Gebern aus den Niederlanden finanziert. In Kolumbien arbeiten wir mit dem WFP und der lokalen Organisation Fundación Halü zusammen.

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Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.