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Mensen krijgen toegang tot water in Jemen

Wir sind da: Im Jemen

Der Jemen ist das ärmste Land im Nahen Osten. Rund 16,2 Millionen Menschen, mehr als 50 % der jemenitischen Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Als im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg ausbrach, startete ZOA ein Soforthilfeprogramm. Wir sind damit eine der wenigen Hilfsorganisationen im Land.

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Die schlimmste humanitäre Krise der Welt

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Gesamtbevölkerung des Jemen
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Menschen im Jemen benötigen humanitäre Hilfe
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der Binnenflüchtigen sind Frauen und Kinder

INTEGRIERTER ANSATZ

Soforthilfe und langfristiger Wiederaufbau

Einst gab es hoffnungsvolle Entwicklungen im Jemen. Während des Arabischen Frühlings 2011 erzwangen breite Demonstrationen den Rücktritt eines autoritären Herrschers. Leider gelang es der neuen, überwiegend sunnitisch-muslimischen Regierung nicht, das Land zu einen, und die Gewalt brach aus. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Konflikt zu einem komplizierten Krieg, an dem viele Parteien beteiligt waren. Der Jemen wird von geopolitischer Gewalt zermalmt.

ZOA ist seit August 2012 im Jemen tätig. Unsere Arbeit im Jemen ist komplex. Und doch wollen wir gerade hier sein. Unser Fokus liegt darauf, Hilfe zu leisten, die Hunger und Durst bekämpft, am besten langfristig. Wir konzentrieren uns auf die Vertriebenen und auf die Gemeinden, in denen die Vertriebenen aufgenommen werden. Unser Ansatz basiert auf der Integrierten Reduzierung des Hungersrisikos (IFRR) und kombiniert Nahrungsmittel, Existenzgrundlagen, WASH, Gesundheit und Ernährung. Unsere Arbeitsgebiete liegen im Norden des Jemen: Sana'a, Amran, Hajjah, Al Hudaydah und Al Mahwit Governorates, und im Süden des Jemen: Die Gouvernements Aden, Lahj und Ad Dhale. 

Nachhaltige Lösungen im Bereich WASH

Schlechte Hygiene und ein Mangel an sauberem Trinkwasser bedrohen gefährdete, unterernährte Menschen. Deshalb stellen wir Systeme zum Sammeln von Regenwasser her, bauen Brunnen und sanitäre Anlagen in Schulen, Dörfern und Häusern.  ZOA setzt solarbetriebene Pumpen ein, um nachhaltige Wasserpumpen zu betreiben, die Tausende von Haushalten mit mobilem Wasser versorgen. Auf Haushaltsebene reparieren wir Regenwassersammelanlagen auf den Dächern. Wir stellen den Familien auch Wassertanks zur Verfügung, um das von den kommunalen Systemen gesammelte Wasser zu unterstützen. Zudem erhalten die Familien Silberwasserfilter als benutzerfreundliches Mittel zur Wasseraufbereitung im Haushalt. Außerdem schulen wir die Familien über die Bedeutung guter Hygiene, um Krankheiten wie Cholera zu verhindern. Bei unseren Einsätzen achten wir stets auf Nachhaltigkeit. Im Jemen setzt ZOA statt auf Wassertransporte vorrangig auf die Instandsetzung und/oder den Bau von Wasserinfrastrukturen wie Regenwasserzisternen, kommunale Regenwassersammelbecken, Bohrlöcher und Leitungsnetze.

Ernährungssicherheit und Lebensunterhalt

Bedürftige Familien erhalten Hilfe in Form von Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern wie Pfannen und Brennholz, damit sie kochen können. Manchmal wird die Soforthilfe in Form von Bargeld geleistet, damit die Menschen selbst entscheiden können, welche Bedürfnisse ihrer Familie am dringendsten sind. Wir führen auch Cash-for-Work-Projekte durch, die die Wiederherstellung grundlegender Einrichtungen ermöglichen und armen Familien die Möglichkeit geben, ein Einkommen zu erzielen. Außerdem helfen wir den Menschen, Nutzgärten anzulegen.

In diesem komplexen Kontext, in dem die Not enorm ist, arbeiten wir mit vielen anderen Organisationen zusammen. Im Jemen kooperieren wir zum Beispiel mit Medair, das über Fachwissen im Bereich Gesundheit und Ernährung verfügt. Schwer unterernährte Kinder brauchen spezielle Nahrung und Pflege, um wieder zu Kräften zu kommen. Gemeinsam bieten wir die Hilfe an, die am dringendsten benötigt wird, um die Menschen im Jemen so gut wie möglich durch diese schreckliche Krise zu bringen.

Jemen: Kinder halten ein Schaf und lachen in die Kamera

So half ZOA 2020 im Jemen

Mit einem Team von 57 Mitarbeitenden haben wir 211.692 Menschen unterstützt

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Menschen verbesserten ihren Zugang zu sauberem Wasser
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Menschen verbesserten ihre Ernährungssicherheit
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konnten wir in Projekte investieren

Monia Hassan (30)

„Mein Mann wird jetzt seit etwa neun Monaten vermisst. Deshalb bin ich mit meinen beiden Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren allein. ZOA hat meine Situation enorm verbessert. Jetzt kann ich Lebensmittel kaufen, damit sie nicht hungern müssen.“

GEmeinsam Arbeiten

Geber und Partner

Im Jemen verfolgt ZOA einen dualen Umsetzungsansatz, der die direkte Durchführung von Projektaktivitäten und Partnerschaften mit lokalen NROs umfasst. Aufgrund der unsicheren Lage sind einige der Programmgebiete von ZOA für unsere Mitarbeiter nicht zugänglich. In solchen Situationen nutzen wir die Erfahrung, die Netzwerke und die Glaubwürdigkeit der lokalen NRO.

Unsere Arbeit wird durch das niederländische Außenministerium, UN-OCHA (Jemen Humanitarian Fund), ECHO, UNICEF, OFDA, Stichting Mitswah und ZOA Niederlande finanziert. Im Jemen arbeitet ZOA mit Partnern wie der Social Development for Hudaydah Girls Foundation (SDHGF), der National Foundation for Development and Humanitarian Response (NFDHR), der Abs Development Organisation for Women and Children (ADO), Yemen United Care (YUC), der Responsiveness for Rehabilitation & Development Foundation (RRD), der Millennium Development Foundation (MDF), der Sustainable Development Foundation (SDF), der Yemen Association for Water, Environment and Energy (YAWEE) und der For All Foundation (FAF) zusammen.

Möchten Sie unsere Arbeit im Jemen unterstützen?

Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.