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Nothilfe in der Ukraine: zwei flüchtende Frauen mit Tüten

Wir sind da: In der Ukraine

In der Ukraine tobt derzeit ein schrecklicher Krieg. Der russische Invasionskrieg hat mehr als 4 Millionen Ukrainer in die Flucht getrieben, vor allem in die europäischen Nachbarländer. Dort werden sie mit einer beeindruckenden Hilfsbereitschaft empfangen. Aber die Not ist groß: Die Menschen haben alles verloren und brauchen dringend Lebensmittel, Trinkwasser, Decken und Unterkünfte.

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Wir sind da gemeinsam für die Menschen aus der Ukraine

Die Ukraine hat 44,32 Millionen Einwohner
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Ukrainer sind auf der Flucht
Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder

EIN VERHEERENDER KRIEG

Alles hinter sich gelassen

Häuser, Schulen, Krankenhäuser, Wasserwerke, Kraftwerke: Nichts in der Ukraine bleibt von den Raketenangriffen und Bombardements der Russen verschont. Die Ukrainer sind in aller Eile geflohen. Die meisten sind Frauen und Kinder, denn die Männer bleiben zurück, um zu kämpfen. Oft stehen die Flüchtlinge stundenlang an einem Grenzposten, obwohl nachts die Temperatur unter den Gefrierpunkt fällt.

Am frühen Morgen des 24. Februar begann der russische Angriff auf die Ukraine. Nach schon zuvor stockender Diplomatie feuerte Russland Marschflugkörper auf Städte in der Ukraine ab. Truppen drangen von Norden, Osten und Süden in ein. Gepanzerte Fahrzeuge rückten auf den nördlichen Bezirk der Hauptstadt Kiew vor. Inzwischen sind Hunderte von Opfern zu beklagen. In den Städten des Landes suchen die Menschen Schutz in Kellern und U-Bahnhöfen oder fliehen in Massen. Die russische Front rückt vor, wenn auch unter Schwierigkeiten. Die Soldaten stoßen auf erbitterten militärischen und lokalen Widerstand und haben mit logistischen Herausforderungen zu kämpfen.

Sie haben es nicht kommen sehen

Hielke ist Nothilfekoordinator bei ZOA. Er war kurz nach dem Start des Invasionskrieges direkt vor Ort: „Ich war an der ungarischen Grenze, wo jeden Tag Tausende von Flüchtlingen, vor allem Frauen und Kinder, über die Grenze kommen. Sie erzählen erschreckende Geschichten von Bombenangriffen und davon, dass sie gezwungen waren, ihre Ehemänner und Väter zurückzulassen. Alle sagen, sie hätten es nicht kommen sehen: nicht so, nicht in diesem Ausmaß und nicht auf diese schreckliche Weise. Das sind Geschichten, die mich bewegen. Beängstigen. Ich habe ein Wechselbad der Gefühle durchgemacht. Aber ich muss an die Arbeit gehen, denn es gibt viel zu tun. Das ist das Mindeste, was ich – was wir – tun können.

CASH für die Schwächsten

ZOA hat ein Programm in Transkarpatien, im Südwesten der Ukraine, gestartet. Hier helfen wir den Vertriebenen mit Geldtransfers. Jeden Monat erhalten die bedürftigsten Vertriebenen einen Kreditbetrag, den sie in der Ukraine oder in einem der Nachbarländer abheben können. Damit können Sie selbst entscheiden, welche Güter sie benötigen und ob sie Lebensmittel, Wasser, Kleidung oder Medizin kaufen. Alleinerziehende Mütter mit Kindern werden ebenso wie ältere Menschen und Familien mit mehr als drei Kindern bevorzugt behandelt. 
Untersuchungen des ZOA-Nothilfeteams vor Ort haben gezeigt, dass Bargeldtransfers gerade diesen gefährdeten Menschen besonders helfen. Denn Sie sind einfach zu verteilen, benötigen keine große Logistik, unterstützen die Wirtschaft vor Ort und geben den Menschen ein Stück ihrer Würde und Selbstbestimmung zurück.

 Warum Bargeld die beste Hilfe ist

Erste Nothilfe in der Ukraine

News und Geschichten

humanitäre situation

Enormer Flüchtlingsstrom

Seit dem ersten Tag der Invasion ist ein enormer Zustrom von Flüchtlingen ausgelöst worden. Die UNO hat davor gewarnt, dass die humanitären Folgen dramatisch sein werden. Inzwischen sind bereits 2,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Hunderttausende suchen Sicherheit im Westen ihres Landes oder in Nachbarländern wie Polen, Ungarn, Rumänien, Moldawien und der Slowakei. Doch eine große Zahl muss aufgrund von Armut, Alter, Krankheit oder fehlenden Dokumenten zurückbleiben.

Sofortige Hilfe

ZOA ist Experte auf dem Gebiet der Nothilfe. Dadurch gehen wir auch in der Ukraine gezielt vor. Unsere Teams konzentrieren uns derzeit auf Flüchtlinge in der westlichen Grenzregion der Ukraine und Ungarns. Dazu gehört die Bereitstellung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Decken. Zudem arbeiten wir sechs weiteren Partnerorganisationen eng zusammen. Wir setzen unser Fachwissen auch durch Beratung und Unterstützung anderer Hilfsorganisationen ein.

Bildnachweis Header: Jana Čavojská.

Nothilfe in der Ukraine: Zwie Mädchen Dorina und Camilla schauen in die Kamera

Dorina (14) und Camilla (9)

Wir flohen mit unserer Mutter nach Ungarn. Dort nahm uns Kinga in ihrem Haus auf, zusammen mit neun anderen Flüchtlingen. Unser Vater ist immer noch in der Ukraine. Deshalb fühlen wir uns zerrissen.

Möchten Sie unsere Arbeit in der Ukraine unterstützen?

Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

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