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Burundi: Junge schöpft Wasser von einer neuen Wasserpumpe

Wir sind da: In Burundi

Der Kontrast zwischen den strahlend grünen Hügeln dieses schönen afrikanischen Landes und dem bitteren Leid der Bevölkerung ist ergreifend. Armut, Knappheit an Ackerland und ethnische Spannungen führen zu einem Teufelskreis der Gewalt in Burundi. Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

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Die vergessene humanitäre Krise in Burundi

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Gesamtbevölkerung von Burundi
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leben unterhalb der Armutsgrenze
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Flüchtlinge kehrten seit 2017 mit Hilfe des UNHCR in ihre Heimat zurück

MEHRERE KRISEN

Warum arbeitet ZOA in Burundi?

Burundi befindet sich in einer chronischen Krise. Die politische Lage ist nach wie vor angespannt, was verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Der Klimawandel führt zu weniger vorhersehbaren landwirtschaftlichen Jahreszeiten und nur die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu nachhaltigen Trinkwasserquellen. Die hohe Bevölkerungsdichte und die Abhängigkeit Burundis von der Landwirtschaft für den Eigenbedarf lösen Landkonflikte aus, die durch eine große Zahl zurückgekehrter burundischer Flüchtlinge aus den Nachbarländern noch verschärft werden.

In Burundi arbeitet ZOA mit der von Konflikten und Naturkatastrophen betroffenen Bevölkerung in Makamba, Cibitoke und Rumonge. Unsere Zielgruppe sind besonders gefährdete Bauernhaushalte, Jugendliche und Grundschulen. Mit unserem integrierten Ansatz unterstützen wir bedürftige Menschen, die um ihr Überleben kämpfen. Wir sind in den Bereichen Friedensförderung, Ernährungssicherheit und Existenzsicherung, WASH und Bildung tätig.

Förderung von Frieden und Stabilität

Seit 2014 führt ZOA Landzertifizierungsprojekte in der Provinz Makamba durch. Unser Ziel ist es, Landbesitz zu sichern und die Zahl der Konflikte um Land zu verringern. Die Projekte werden von der niederländischen Botschaft und USAID finanziert und legen besonderes Augenmerk auf die Landrechte von Frauen, da sie das Rückgrat von Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben sind. Da Landkonflikte eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit in Burundi darstellen, schult ZOA lokale Dorfstrukturen, die Commissions de Reconnaissance Collinaire (CRCs), in der Schlichtung von Landkonflikten. Diese CRCS sind nach burundischem Recht speziell mit der Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Landbesitzern beauftragt. ZOA hat außerdem fünf Bezirkskatasterämter eingerichtet, in denen zwischen 2014 und 2019 rund 92.000 Landparzellen registriert wurden. Auf Dorfebene wurden Friedenskomitees eingerichtet und geschult, um die Konfliktmediation für die am meisten gefährdeten Menschen zugänglich zu machen. Diese Friedenskomitees vertreten verschiedene soziale Gruppen und verlangen keine Gegenleistung für ihre Dienste. Ihr Ansatz besteht darin, stets eine Versöhnung zwischen den verschiedenen Konfliktparteien anzustreben, damit keine Missstände bestehen bleiben.

So half ZOA 2020 in Burundi

Mit einem Team von 45 Mitarbeitenden haben wir 308.122 Menschen unterstützt.

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Menschen erhielten Ernährungssicherheit
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Menschen nahmen an friedensfördernden Aktivitäten teil
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Haushalte erhielten Zugang zu sauberem Wasser

Unterstützung von Familien zur Förderung der Ernährungssicherheit

Seit 2016 hat ZOA rund 45.000 Haushalte in 134 Dörfern in den Provinzen Cibitoke, Makamba, Muyinga (über den lokalen Partner RBU2000+) und Rumonge geschult, um die landwirtschaftliche Produktion durch den PIP-Ansatz zu steigern. Diese Aktivitäten wurden in Kooperation mit IFDC, Alterra und Oxfam durchgeführt. Unser PIP-Ansatz fordert die Teilnehmenden auf, sich vorzustellen, wie sie ihr Leben und ihre Haushalte in drei bis fünf Jahren verändern wollen. Sie lernen, wie sie sich Ziele setzen und darauf hinarbeiten können. Sie erstellen eine detaillierte Planung der Aktivitäten, Einnahmen und Ausgaben des Haushalts, an der alle Haushaltsmitglieder beteiligt werden. Zur Unterstützung ihres Lebensunterhalts bildeten wir auch dörfliche Spar- und Darlehensausschüsse (VSLAs). Bis heute sind rund 900 VSLAs aktiv. Zudem unterstützt ZOA 28 Dörfer dabei, ihren eigenen Dorfentwicklungsplan zu entwickeln und umzusetzen.

Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen

Nur 52 % der burundischen Bevölkerung haben Zugang zu einer nachhaltigen Quelle für sauberes Trinkwasser. Dazu kommt der unzureichende Zugang zu sanitären Einrichtungen und fehlendes Wissen über gute Hygienepraktiken. Daher ist die Cholera ein immer wiederkehrendes Problem in Burundi. Wir arbeiten daran, den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verbessern, sowohl in Dörfern als auch in Schulen. Dies hilft bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Durchfall und Cholera und trägt zur öffentlichen Gesundheit bei. Im Rahmen verschiedener Projekte hat ZOA Wasserquellen instand gesetzt, Bohrlöcher gebohrt, Toilettenanlagen gebaut und Hygieneclubs an Grundschulen eingerichtet. Zudem helfen wir Kindern, die Schule zu besuchen, und legen besonderen Wert auf die Bildung von Mädchen.

Burundi: Juvénal Ntarima, Teamleiterin von ZOA in Rumonge stellt einen Dorfplan vor

Juvénal Ntarima, Teamleiterin von ZOA in Rumonge

Ich war erstaunt, wie stark der Zusammenhalt in der Familie durch die einfache Entwicklung eines Stammbaums, einer gemeinsamen Vision und der Arbeit an dieser Vision durch die Aufteilung der Verantwortlichkeiten zunahm.

Gemeinsam arbeiten

Geber und Partner

Unsere Arbeit in Burundi wird von USAID, der Botschaft des Königreichs der Niederlande, dem niederländischen Außenministerium, den ZOA Business Ambassadors und Gebern aus den Niederlanden finanziert. In Burundi arbeiten wir mit MIPAREC, Réseau Burundi 2000+, OAP, ADISCO, Alterra (Universität Wageningen) und dem International Fertilizer Development Center (IFDC) zusammen.

Möchten Sie unsere Arbeit in Burundi unterstützen?

Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.