COVID-19-Reaktion Uganda: Wassertanks, Seife und Informationen

ZOA setzt sich in vielen seiner Projektländer dafür ein, die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Dies ist auch in Uganda der Fall. In diesem Artikel beantwortet Ellen Stamhuis – Managerin Program Quality in Uganda – einige Fragen zu der von ZOA angebotenen Hilfe.

1. Was unternimmt ZOA, um die Ausbreitung von COVID-19 in Uganda zu verhindern?

ZOA führt an zwei Standorten in Uganda, Acholi und Umadat, ein Projekt durch, das die Ausbreitung des Coronavirus verhindern soll. Wir konzentrieren uns auf die Verteilung von Seife, Kanistern, Wasser und Wasserbehältern. Außerdem werden mehreren Kliniken in den Regionen Hygienepakete zur Unterstützung der lokalen Behörden zur Verfügung gestellt.

2 Warum wird in diesen Bereichen Hilfe benötigt?

In diesen Regionen ist bisher noch nichts geschehen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. In kurzer Zeit leiteten wir verschiedene Präventionsaktivitäten ein, wie die Verteilung von zusätzlichen Wassertanks und Seife in Dörfern und Kliniken, die Entwicklung von Informationsmaterial in den lokalen Sprachen, Informationen über das Radio usw. ZOA konnte zu Beginn der Krise viel in diesen Bereichen tun und hilft auch weiterhin.

3. Wie reagieren die Menschen auf die Hilfe, die sie erhalten?

Die lokalen Behörden und die Menschen in den Dörfern sind sehr zufrieden mit der Unterstützung von ZOA während der Corona-Krise. Neben praktischer Hilfe und der Verteilung von Gütern ist ZOA in beiden Regionen Teil einer Sonderarbeitsgruppe COVID-19. Dies ermöglicht es uns, direkt auf die größten Bedürfnisse in den beiden Regionen zu reagieren. Durch die aktive Reaktion und die Teilnahme des ZOA an den COVID-19-Arbeitsgruppen wurde die Erlaubnis erhalten, in abgelegene Dörfer zu gehen, die früher schwer zu erreichen waren.

20200804_Uganda_Acholi Corona response

4. Welches Risiko besteht für die Mitarbeiter von ZOA?

Es besteht kein unmittelbares Risiko, da alle ZOA-Mitarbeiter die Präventionsvorschriften des Gesundheitsministeriums, wie z.B. die Einhaltung der Distanz und sich das Händewaschen, gut einhalten.

5. Besteht die Angst vor einem Coronavirus-Ausbruch?

Die Menschen in Acholi und Amudat waren sehr besorgt, als Uganda im März die ersten Coronapatienten erhielten. Einer der Projektleiter von Amudat erklärte: “Anfangs erlaubten die Menschen in abgelegenen Dörfern niemanden von außerhalb Zutritt zu ihrem Dorf, weil sie im Radio gehört hatten, dass das Coronavirus “von außerhalb” kam. Mitarbeiter von ZOA waren daher zu Beginn des Ausbruchs nicht willkommen. Doch dank guter Information, der Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung und der Sensibilisierung für COVID-19 in den lokalen Sprachen, verbesserte sich die Situation – glücklicherweise – nach einigen Wochen.