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Waffenstillstand im Jemen: Lachende Kinder vor ZOA-Hilfsgütern

Waffenstillstand im Jemen

Zum ersten Mal seit 7 Jahren gibt es keine Kämpfe mehr. In der vergangenen Woche einigten sich die Kriegsparteien auf einen Waffenstillstand im Jemen. „Es gibt einen Hoffnungsschimmer auf Frieden“, erklärt ZOA-Mitarbeiterin Gerrianne Pennings.

Hoffnungsvoll aber vorsichtig

Ein Hoffnungsschimmer für den Frieden 

Sie können es noch kaum glauben, unsere Mitarbeiter im Jemen. Für den Moment herrscht Frieden im Land. Für den Moment gibt es keine Bombardierungen oder Luftangriffe. Für den Moment keine Luftschutzbunker. „Die Erleichterung ist enorm“, sagt Gerrianne Pennings von ZOA im Jemen gegenüber einem niederländischen Radiosender. Der Waffenstillstand im Jemen hat auch die Medien aufmerksam gemacht.

„Die Menschen hier sind sehr glücklich“, sagt Gerrianne. „Wir sind alle positiv überrascht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren gibt es einen Waffenstillstand im Jemen. Es ist unglaublich.“ Die Vereinten Nationen bereiteten einen Entwurf dafür vor, dem letzte Woche zugestimmt wurde. Es wurde vereinbart, dass in dem Land, in dem eine humanitäre Katastrophe unter der Bevölkerung herrscht, 2 Monate lang nicht gekämpft wird.

„Dieser Waffenstillstand bietet zum ersten Mal seit Jahren einen Hoffnungsschimmer auf Frieden und eine Zukunft“, sagte sie. „Die letzten Monate waren hier sehr hart, mit vielen Luftangriffen und vielen Kämpfen. Und gerade zu Beginn des Ramadan, einer Zeit des Fastens und der Besinnung, gibt es eine Pause. Dies bedeutet den Jemeniten sehr viel. Sie wollen nichts weiter als Frieden, den Wiederaufbau ihres Landes und eine Zukunft für ihre Kinder.“

Treibstoff per Schiff

Während des Waffenstillstands im Jemen darf auch Treibstoff an Land gebracht werden. Der Mangel daran war in den letzten Wochen ein entscheidendes Problem, erklärt Gerrianne. „Ohne Treibstoff geht einfach nichts. Unsere Mitarbeiter konnten kaum ins Büro kommen, weil sie tagelang anstehen mussten, um Treibstoff zu bekommen. Glücklicherweise sind die ersten Schiffe mit Treibstoff bereits eingetroffen. Die Grundversorgung kann nun wieder aufgenommen werden.“

Waffenstillstand im Jemen: ZOA Mitarbeiterin Gerrianne mit jemenitischen Kinder vor einem HauseingangGleichzeitig bleibt das ZOA-Team aber vorsichtig. "Wir stehen noch ganz am Anfang. Wir werden die Entwicklung in den kommenden Wochen aufmerksam verfolgen. Es ist noch viel zu früh, um zu beurteilen, ob dieses Vorhaben dauerhafte Auswirkungen haben wird. Aber wir hoffen es natürlich sehr."  Wenn der Frieden hält, wird es leichter sein, Finanzmittel für die Projekte von ZOA im Land zu bekommen, sagt Gerrianne

Gleichzeitig bleibt das ZOA-Team aber vorsichtig. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Wir werden die Entwicklung in den kommenden Wochen aufmerksam verfolgen. Es ist noch viel zu früh, um zu beurteilen, ob dieses Vorhaben dauerhafte Auswirkungen haben wird. Aber wir hoffen es natürlich sehr.“

Wenn der Frieden hält, wird es leichter sein, Finanzmittel für die Projekte von ZOA im Land zu bekommen, sagt Gerrianne. „Wenn daraus ein langfristiger Waffenstillstand wird, öffnet das die Türen für den Wiederaufbau des Landes, für den sich ZOA einsetzt.“

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Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

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