Uganda

Warum Uganda?

Uganda, die “Perle Afrikas”, hat in den letzten Jahren unter verschiedenen Konflikten im Norden und Osten des Landes gelitten. Der berühmteste Konflikt ist der grausame Kampf von Joseph Konys Lord’s Resistance Army, bekannt für seine Kindesentführungen. Während seiner Schreckensherrschaft flohen 97 Prozent der Bevölkerung. Seit 2007, nach der Rückkehr des Friedens, haben wir mit unserem Rehabilitations- und Wiederaufbauprogramm begonnen.

Programmgebiete

  • Karamoja (Amudat),
  • Acholi (Nwoya, Pader, Agago),
  • West-Nil (Rhino Camp, Imvepi, Bidi-Bidi)

Zielgruppen

  • Südsudanesische Flüchtlinge und ugandische Gastgemeinden in Westnil
  • Rückkehrer/ehemalige Binnenvertriebene in Acholi and Amudat
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Friedensförderung
  • Landrechte
  • Grundbildung

Uganda - Hilfe und Wiederaufbau: eine Balance mit Herausforderungen

"Durch ZOA konnte ich wieder ruhig schlafen, jetzt wo mein Land registriert und abgesichert ist.”

— Teilnehmer, Landregistrierungsprojekt in Acholi.

ZOA Uganda arbeitet in zwei völlig unterschiedlichen Umgebungen. Bei den ehemaligen Binnenvertriebenen in Acholi und Amudat liegt der Schwerpunkt auf dem Wiederaufbau. In der Region Westnil arbeitet ZOA unter Flüchtlingen aus dem Südsudan. Diese sind vor kurzem – seit Juli 2016 – aus ihrem Land geflohen und kämpfen nun ums Überleben. Außerdem müssen sie sich Land, Wasser und Grundversorgung mit der Gastbevölkerung teilen. Diese sehr unterschiedlichen Programmansätze auszubalancieren, ist eine echte Herausforderung. Während das Augenmerk (inter)national eher auf den südsudanesischen Flüchtlingen liegt, benötigen auch die Wiederaufbauprogramme in Acholi und Amudat Unterstützung.

Im Westnil ergaben sich für uns Möglichkeiten, von der Nothilfe zu mittelfristiger Unterstützung überzugehen. ZOA hat seine Aktivitäten auf drei Siedlungsgebiete der Flüchtlinge ausgeweitet. Flüchtlinge und Gastgemeinden im Rhino Camp, Imvepi und Bidi-bidi erhielten WASH, Grundschulbildung, Existenzhilfen und friedensfördernden Aktivitäten. ZOA hat beschlossen, in Bidi-bidi, mitten in der Flüchtlingssiedlung, ein lokales Büro zu eröffnen. ZOA erhielt viele positive Reaktionen darauf, vor allem von Bezirksbehörden und Gastgemeinden.

In Amudat hat ZOA seine Unterstützung auf weitere Grundschulen ausgedehnt. Ziel ist es, den Zugang zu Bildung und WASH Einrichtungen in der Region zu verbessern. Besondere Aufmerksamkeit haben wir darauf gelegt, die schädliche Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung zu bekämpfen. Zudem helfen wir Bauern, ein höheres Einkommen zu erzielen, indem wir ihre Einkommensquellen diversifizieren, vor allem durch die Unterstützung der Imkerei und Gemüseproduktion.

In Acholi unterstützt ZOA seit drei Jahren ein Landregistrierungsprojekt. Das Volk hat sein Land abgesteckt und beim Ministerium für Land-, Wohnraum- und Stadtentwicklung eingetragen. Diese neue Zukunftsperspektive gab den Menschen die Sicherheit, in ihr Land investieren zu können. Dies wiederum konnte zu einer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität führen. Andere Projekte, die ZOA in Uganda Acholi durchführt, befassen sich mit den Fähigkeiten der Jugendlichen. Schwerpunkte waren hier beschleunigtes Lernen und die Förderung Jugendlicher mit Behinderungen.

 

Finanziert durch

Europäische Kommission, ECHO, ELMA, USAID, UNHCR, UNHAB, Tearfund Belgien, Tearfund Neuseeland, Diaconia Uganda, Geneva Global, NWO-WOTRO, EO Metterdaad, Draagt Elkanders Lasten, Dioraphe, Driestar, DOB Foundation, St. Pharus, Stichting ZOA, ZOA Business Ambassadors.

In Zusammenarbeit mit

CCF, Amudat Interreligious Development Initiative, Licht für die Welt, Net Foundation, Malteser International, International Aid Service, Danish Refugee Committee, CEFORD, Save the Children, ICCO, War Child Holland, Acholi Religious Leadership Initiative, International Justice Mission, Makarere University, Womena.