Südsudan

Provinzen und Zielgruppen

  • Großregion des oberen Nils (Bezirke Bor South, Fangak, Pibor, Gumuruk, Verthet, Lekwangole und Akobo)
  • Region Großäquatorien (Bezirke Terekeka, Torit, Lainya)
  • Binnenvertriebene, Rückkehrer und Aufnahmegemeinden
  • Food security & Livelihoods
  • Friedensförderung
  • Basic Education

Was wir im Südsudan tun

Notfallhilfe

Seit Beginn unserer Arbeit im Jahr 1998 konnten wir im Südsudan mehrfach Nothilfe leisten. Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf den Empfang und die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Dazu gehört auch eine intensive Information, um den Ausbruch von Epidemien zu verhindern.

Wiederaufbau

Wo immer möglich, arbeiten wir mit der südsudanesischen Bevölkerung an ihrer Zukunft. Wir haben viel in die Wiederherstellung der Bildung investiert. Das ist in einem Land, in dem die gesamte erwachsene Generation in Kriegszeiten aufgewachsen ist, nicht einfach. In den letzten Jahren haben wir uns auf die Erholung von Landwirtschaft, Einkommen und Wirtschaft konzentriert. Der Südsudan ist ein fruchtbares Land mit einem günstigen Klima, aber während des Krieges ging viel Wissen über die Landwirtschaft verloren. Bessere Erträge, bessere Lagerung und bessere Vermarktung sorgen dafür, dass die Dörfer unabhängig werden. In einigen unserer Projektgebiete gibt es nun genügend Ernte, um Vertriebene, die dort Zuflucht suchen, aufnehmen zu können.

Humanitäre Krise

Die humanitäre Krise im Südsudan verschärft sich und breitet sich aus. Sie hat 2016 Millionen von Menschen im ganzen Land Schmerzen und Leiden bereitet. Lebensgrundlagen wurden zerstört und Menschen entwurzelt. Der Ausbruch des Konflikts im Juli 2016 in der Hauptstadt Juba breitete sich auf andere Gebiete aus, und bis Mitte Dezember 2016 wurden mehr als drei Millionen Südsudanesen entwurzelt, das sind rund 25 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die erholungs- und entwicklungsorientierten Projekte in Äquatorialien mussten ausgesetzt oder beendet werden und ZOA musste sich wieder auf Hilfsprojekte konzentrieren. Es ist das Ziel von ZOA, treu zu bleiben und die Zielgruppe, mit der wir seit achtzehn Jahren zusammenarbeiten, nicht zu verlassen. Es ist jedoch äußerst kompliziert, die Menschen zu erreichen, da sie stetig in Bewegung sind und über viele Standorte verstreut sind.

Aktueller Projektplan

Angesichts des aktuellen Kontextes ist es das Ziel von ZOA, einen gemischten Ansatz zu verfolgen: den Ausbau der Katastrophenschutzmaßnahmen im Südsudan, während gleichzeitig die Arbeit an Wiederherstellungsprojekten fortgesetzt wird, soweit es der Kontext zulässt. Im Laufe des Jahres erschwerten mehrere plündernde Vorfälle und Evakuierungen von Außenstellen die Fortsetzung der Arbeit. Aber auch in diesem Zusammenhang konnte ZOA zwei Großprojekte mit positiven Bewertungen erfolgreich abschließen (siehe auch Seite 86). Wir waren auch sehr erfreut über die Genehmigung und erfolgreiche Startphase des von der EU geförderten Projekts in Bor, Pibor und Akobo.

Grundsätzlich wird ZOA nur in bereits vertrauten Gebiete Projekte starten, um das lokale Wissen und Netzwerk von ZOA in einem komplexen Kontext optimal zu nutzen. Ende des Jahres startete der ZOA Südsudan in Leer (Einheitsstaat) und arbeitete in Fangak, Akobo, Pibor und Bor, alle im Großraum Oberer Nil. Im Großraum Äquatorien startet ZOA den Katastrophenschutz in Lainya, dem Torit folgen kann. ZOA hat dort immer noch eine Basis, und ehemalige Mitarbeiter sind bereit, die Arbeit für ZOA wieder aufzunehmen.