Südsudan

Programmgebiete

  • Region Greater Upper Nile: Bezirke Bor South, Fangak, Leer, Pibor und Akobo;
  • Region Greater Equatoria: Bezirke Lainya and Terekeka.

Zielgruppen

  • Binnenvertriebene, heimkehrende Flüchtlinge und Gastgemeinden
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Friedensförderung

Südsudan - Integrierte Nothilfe

"Ohne die Hilfe von ZOA hätten wir während der Dürre nach Nahrung gesucht und unsere Dörfer verlassen. Dann hätten wir die Pflanzsaison verpasst.”

— Nahrungsmittelempfänger aus Pibor

Trotz mehrerer internationaler Initiativen zur Verhandlung eines Friedensabkommens verschärft sich die Krise im Südsudan weiter. Bereits zwei Millionen Südsudanesen sind in die Nachbarländer geflohen. Zudem gibt es 1,9 Millionen Binnenvertriebene. Darüber hinaus leiden über 5 Millionen Menschen im Land unter Nahrungsmittelmangel, was nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) im Jahr 2018 zu Hungersnöten führen kann. Im Verlauf des Jahres mussten wir uns mehr und mehr auf integrierte Nothilfeleistungen konzentrieren. Die Gemeinden schätzen es, dass wir unsere Präsenz auch in Konfliktzeiten aufrechterhalten. Deshalb reagieren wir auf die dringenden Bedürfnisse mit der Verteilung von Nahrungsmitteln und Bargeld sowie der Bereitstellung von Saatgut und Werkzeugen.

In Lainya war ZOA die einzige Organisation, die Nahrungsmittel an über 7.000 Haushalte liefern konnte, die fast verhungert waren. Dies wurde vor allem mit Hilfe der engen und unverzichtbaren Zusammenarbeit der Bischöfe von Lainya und Wonduruba sowie dem lokalen Regierungschef von Lainya erreicht. Dazu fanden Verhandlungen mit dem nationalen und lokalen Militär statt. Somit haben wir schließlich den benötigten sicheren Zugang für die Hilfslieferungen erhalten.

ZOA versorgte 3.950 Haushalte in Fangak mit Bargeld. Es wäre viel teurer gewesen, Nahrungsmittel in diese unzugänglichen Gebiete zu fliegen. Daher konnten die Empfänger damit die benötigten Lebensmittel und Haushaltswaren von lokalen Händlern kaufen und dabei gleichzeitig die lokale Wirtschaft fördern. Drei europäische Botschaften in Juba haben den Aufbau von Kapazitäten bei 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen im Kreis Bor finanziert. Dadurch wurden dauerhafte und effektive Basisorganisationen geschaffen, die nun wissen wie sie sich bei der Regierung für ihre Gemeinde einsetzen müssen.

Bedeutende Fortschritte

In Bor, Pibor und Akobo wurde der begonnene Wiederaufbaus fortgesetzt, trotz Sicherheitsproblemen in Pibor. Das Projekt wurde Ende 2017 von der EU positiv bewertet und festgestellt, dass bedeutende Fortschritte erzielt wurden: Die Bauern haben gerne Projekttechnologien wie individuelle Getreidelager, Ziegenhaltung sowie Dorfsparkassen und Kreditvereine übernommen.

 

Finanzierung

ZOA-Deutschland wird gefördert von:

Partner_Ifa_Zivik
ZIVIK-Programm des Instituts für Auslandsbeziehungen

 

ZOA-International wird gefördert von:

Niederländisches Außenministerium, ECHO, Europe-Aid, USAID, UNDP, CIDA, DFID-UK, EO Metterdaad, Bijzondere Noden, Hulp Bijzondere noden, Alg. kas Bijzondere Noden, Woord & Daad, ZIVIK, ZOA the Netherlands, ZOA Business Ambassadors.

In Zusammenarbeit mit

Nile Hope, SALT, African Development Aid, Compass, TAYA, Across und DRA-partners.