Sri Lanka

Warum Sri Lanka

Von 1983 bis 2009 tobte in Sri Lanka ein grausamer Bürgerkrieg. Seit 1995 unterstützen wir Vertriebene und andere Opfer des Bürgerkriegs in diesem Land. Seit dem Ende des Krieges helfen wir bei der Wiederherstellung von Infrastruktur, Bildung und Wirtschaft.

Programmgebiete Sri Lanka

  • Nord-Sri Lanka: Mannar, Vavuniya, Kilinochchi und Mullaitivu
  • Ost-Sri Lanka: Batticaloa, Ampara

Zielgruppen

  • Rückkehrer, sowohl Binnenvertriebene als auch zurückgekehrte Flüchtlinge. Insbesondere: Frauen, die Haushalten vorstehen, Bauern, Fischer, Viehzüchter, gefährdete Familien aufgrund von Behinderungen, häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt oder psychischen Problemen.
  • Gemeindebasierte Organisationen (CBOs), wie z.B. Bauernverbände, Fischergenossenschaften, Frauenvereine für ländliche Entwicklung, Gemeindezentren und Selbsthilfegruppen.
  • Existenz und Ernährung
  • Grundbildung
  • Friedensförderung

Sri Lanka - Der lange Weg zum dauerhaften Wiederaufbau

Auch Acht Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges versuchen die Gemeinden im Osten und Norden des Landes noch immer mit der sozialen und kulturellen Entwicklung Schritt zu halten. Jetzt stehen sie vor Herausforderungen wie sozialer Ausgrenzung, wirtschaftlicher Isolation, ethnischen Spannungen und Traumata. Gleichzeitig bedrohen Überschwemmungen und Dürren eine ausreichende Versorgung mit Nahrung.

Nachhaltige Selbsthilfegruppen

Daher sind unsere Programme darauf ausgerichtet, das Leben der Empfänger nachhaltig zu verändern. Zusätzlich wollen wir die Kapazitäten von Partnern, Regierungen und Gemeinden stärken. Selbsthilfegruppen sind ein gutes Beispiel für diesen Ansatz. Bereits Ende 2017 gab es 850 gut funktionierende Selbsthilfegruppen – ausschließlich Frauen – mit durchschnittlich zehn Mitgliedern und 180.000 Euro an Ersparnissen. Davon haben viele Mitglieder Existenzgründungsinitiativen gestartet, weil sie durch diese Selbsthilfegruppen Zugang zu Krediten haben.

Ebenfalls hat ein von der EU finanziertes Projekt für den Kapazitätsaufbau der Zivilgesellschaft und lokalen Behörden einen wichtigen Schwerpunkt auf die Stärkung von Frauen gelegt. Da die Gesetzgebung vorsieht, dass Kommunal- und Stadträte zu mindestens 25 Prozent aus weiblichen Abgeordneten bestehen müssen, haben wir 90 Frauen darin ausgebildet, ihre Gemeinden zu vertreten. Daraufhin haben Zwanzig von ihnen an Kommunalwahlen teilgenommen (Februar 2018) und fünf wurden gewählt. Das war ein großer Fortschritt für die politische Repräsentation von Frauen. Denn auch die nicht Gewählten fühlten sich befähigt, weiter in ihren Gemeinden zu arbeiten und vielleicht beim nächsten Mal wieder zur Wahl anzutreten.

Zudem gelang es mehr als 25 Modellbauern aus einem Milchprojekt im Jahr 2017, ihre Milchproduktion zu steigern und nachhaltige Einkommen zu erzielen. Daher werden wir unsere Aktivitäten in der nächsten Phase auf 100 Milchbauern ausweiten. In den Fischergemeinden mit rund 2.500 Familien haben wir daran gearbeitet, den Kreislauf der Verschuldung zu durchbrechen, der sie in der Armut gehalten hat. 250 Fischer sind jetzt schuldenfrei.

Bereits seit 1995 ist ZOA in Sri Lanka präsent und konnte das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen. Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung Sri Lankas plant ZOA, bis Ende 2021 alle Aktivitäten an Einheimische zu übergeben.

 

Finanziert durch

Europäische Kommission, UNHCR, CRS, Habitat for Humanity, IOM, ICCO/Kerk in actie, Stichting ZOA, ZOA Business Ambassadors.

In Zusammenarbeit mit

SOND, YGRO, AHC (Shanthiham), FOSDOO, OPEnE, Viluthu.