ZOA startet Hilfsaktion in Kolumbien

Millionen von Venezolanern sind aus ihrem Land geflohen. Unmenschliche Umstände kennzeichnen ihren derzeitigen Aufenthaltsort. All dies veranlasste ZOA, Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen in Lateinamerika zu starten. Die politische und wirtschaftliche Krise Venezuelas zwang Millionen von Menschen, im benachbarten Kolumbien Zuflucht zu suchen. Die Betroffenen leben unter schrecklichen Bedingungen und sind häufig ohne Grundbedürfnisse wie Wasser, Nahrung und Gesundheitsversorgung. Ausbeutung und auch Menschenhandel drohen.

In dieser Phase prüft ZOA, wo Projekte in der Provinz La Guajira, Kolumbien, gestartet werden können. Um zu sehen, wo der Bedarf am größten ist und welche Hilfe bereits geleistet wird, besucht ZOA eine Reihe von venezolanischen Siedlungen in der gesamten Region. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf sauberem Trinkwasser und Hygiene. “Die aktuelle Situation zwingt die Flüchtlinge dazu, Trinkwasser zu kaufen, das ihre ohnehin schon winzigen Budgets verschlingt”, sagte Ina Hogendoorn, Direktorin des Katastrophenschutzteams von ZOA. “Außerdem haben wir es mit einem schrecklichen Mangel an einfachen Sanitäranlagen zu tun. Menschliche Exkremente sind in Wohngebieten zu finden. Mit Beginn der Regenzeit stellt dies eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar.”

Deshalb richtet ZOA seine Bemühungen auf die Schwächsten: Vertriebene ohne Einkommen und Besitz. Diese Gruppen gehören häufig zu den unteren sozioökonomischen Schichten, kommen ohne Papiere und sind oft in illegalen Siedlungen zu finden, wo sie in provisorischen Wohnungen leben, die keine ausreichende Sicherheit bieten. In der nächsten Phase des Projekts wird ZOA auch Kinderunterkünfte und Schulbildung anbieten.

 

 

"Ein dramatischer Mangel an Trinkwasser und Sanitäranlagen stellt eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar"

— Ina Hogendoorn, Hilfskoordinatorin.

ZOA war bereits in Lateinamerika tätig und führte in den 90er Jahren Hilfs- und Wiederaufbauprogramme in Nicaragua und Honduras durch. ZOA reagiert auf humanitäre Krisen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und (bewaffneten) Konflikten. Neben der Deckung der dringendsten Bedürfnisse der Begünstigten bleiben wir so lange, bis eine Gesellschaft wieder auf eigenen Beinen steht. Neben der Arbeit an dem materiellen, wirtschaftlichen und pädagogischen Wiederaufbau investiert ZOA in die psychologische Rehabilitation durch Traumaverarbeitung und Friedensförderung.

Wir halten es für eine Pflicht, Hilfe zu leisten und das Leid der venezolanischen Flüchtlinge nicht unbemerkt zu lassen. Klicken Sie hier, um mehr über das Programm zu erfahren.

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