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Syrien:  Ehab Ehab begutachtet die Schäden nach dem Erdbeben.

Syrien - 1 Jahr nach dem Erdbeben

Am 6. Februar 2023 wurde der Norden Syriens von einem verheerenden Erdbeben erschüttert. Und das in einem Land, das nach 12 Jahren des Konflikts bereits in Trümmern lag. Doch die Menschen in Syrien behielten ihren Mut. 1 Jahr später ist ZOA immer noch vor Ort und unterstützt sie.

ZOA HILFT BEIM WIEDERAUFBAU NACH DEM ERDBEBEN

Die Zukunft Syriens gestalten

Wasser, sanitäre Einrichtungen, Lebensmittel, Medikamente. Alles war im Norden Syriens nach dem Erdbeben vom 6. Februar 2023 Mangelware. Die Not in der Region war aufgrund des jahrelangen Bürgerkriegs bereits groß. ZOA war daher bereits in Aleppo tätig und konnte unmittelbar nach dem Erdbeben Soforthilfe leisten.

Nothilfe

Unmittelbar nach dem Erdbeben begannen die Mitarbeiter von ZOA mit der Nothilfe in dem betroffenen Gebiet. Es wurden Kanister mit Wasser und Lebensmitteln verteilt. Gebäudeinspektoren wurden gerufen, um zu prüfen, ob es noch sicher war, in den Häusern zu bleiben.

Kurz darauf begann ZOA mit der Verteilung von Bargeld an die bedürftigsten Menschen, damit diese ihre Grundbedürfnisse selbst decken konnten. Heute, 1 Jahr später, konnten 13.035 Menschen damit Medikamente, Lebensmittel oder Schulmaterial kaufen.

Kanister mit Wasser werden in Aleppo verteilt.

Wasser

Nach dem Erdbeben waren viele Menschen in Aleppo ohne Wasser. Eine wichtige Wasserstelle in der Stadt wurde schwer beschädigt. ZOA hat sie repariert, so dass 200.000 Menschen nun wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

ZOA repariert auch die durch das Erdbeben zerstörten Bewässerungskanäle. Dadurch können etwa 20.000 Bauern ihr Land wieder bewässern und Pflanzen anbauen. Dadurch können sie andere Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen und ein Einkommen erzielen.

Schulgebäude, die noch intakt waren, wurden nach dem Erdbeben als Unterkünfte für Menschen genutzt, die alles verloren hatten. In 10 dieser Schulgebäude in Aleppo reparierte ZOA die beschädigten Wasser- und Sanitäranlagen. Bis wenige Monate nach dem Erdbeben waren dort 3.976 Menschen untergebracht. Inzwischen wurde der Unterricht wieder aufgenommen und die Schüler nutzen die Einrichtungen.

In 36 anderen Schulgebäuden waren nur kleinere Reparaturen an den Sanitäranlagen erforderlich. Diese wurden ebenfalls von ZOA zur Verfügung gestellt, damit Schüler aus der weiteren Region in die Schulen kommen konnten, um ihre jährlichen Prüfungen zu schreiben.

Bildung

Nach dem Erdbeben stand das Bildungswesen in Nordsyrien monatelang still. Einige Schulen wurden als Notunterkünfte genutzt, andere waren durch das Erdbeben zu stark beschädigt.

ZOA hält es für wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen in der Region wieder unterrichtet werden. Gemeinsam mit örtlichen Bauunternehmen haben wir daher hart daran gearbeitet, 3 stark beschädigte Schulgebäude zu reparieren. Dadurch können viele Kinder in der Stadt wieder sicher zur Schule gehen.

Ein Jahr nach dem Erdbeben fassen die Syrer Mut, sagt einer der ZOA-Mitarbeiter in Syrien.  „Wir erwarten, dass die Wiedereröffnung der Schulen die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden stärken wird.

Nach dem Erdbeben: Wiederaufbau von Schulen

Jetzt Erdbebenopfer in Syrien unterstützen

Bei dem schweren Erdbeben kamen in Syrien und der Türkei Tausende von Menschen ums Leben. Zehntausende wurden verletzt und viele weitere verloren ihr Zuhause. ZOA ist bereits seit vielen Jahren in Syrien tätig. Gemeinsam mit 4 weiteren Nothilfeorganisationen leisten wir Soforthilfe vor Ort. Helfen Sie mit? Jeder noch so kleine Beitrag macht einen Unterschied für die Menschen vor Ort!

Jetzt Nothilfe unterstützen    Mehr zu unserem Einsatz in Syrien