Fünf Dinge, die Du über Corona wissen möchtest

Die Welt steht Kopf und es herrscht große Unsicherheit über die Coronakrise. Kein Land ist sich der Zukunft sicher und viele Ländern werden regelrecht von Angst regiert. Auch unsere ZOA-Mitarbeiter sind angespannt: Wie schlimm wird die Krise werden? In diesem Artikel möchten wir einige häufig gestellte Fragen über Corona und die Reaktion von ZOA in dieser Zeit beantworten.

 

1. Können die Hilfskräfte auch dann noch ins Feld gehen, wenn eine Abriegelung erfolgt?

Das ist von Land zu Land sehr unterschiedlich, da die Strenge der Abriegelung je nach Region variiert. So sind wir in einigen Ländern in unserer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt und unsere Kollegen sind gezwungen, so weit wie möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Doch in den meisten Ländern wird die Notwendigkeit der Hilfe anerkannt und die Helfer werden als “systemrelevant” angesehen. Trotz der Abriegelung erhielten wir zum Beispiel in Kolumbien eine Ausnahmegenehmigung von der Regierung, um unsere Arbeit weiterhin tun zu können.

2. Auf welche Weise hilft ZOA?

Wir helfen in drei Arten: Information, Hygieneförderung und wirtschaftliche Unterstützung. Zunächst einmal sind Informationen darüber erforderlich, was COVID-19 mit sich bringt, welche Risiken bestehen, wie es verbreitet wird und wie es verhindert werden kann. Wir tun dies zum Beispiel über lokale Radiosender oder das Fahren von Autos mit Lautsprechern. Darüber hinaus arbeiten wir an der Prävention durch Verbesserung der Hygiene, zum Beispiel in Flüchtlingslagern oder medizinischen Kliniken. Aber wir sind auch für Menschen da, die kein Einkommen mehr haben und von den Folgen der Abriegelung stark betroffen sind. Wir leisten Nothilfe und helfen den Menschen, damit sie einen neuen Lebensunterhalt verdienen können.

 

 

 

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3. Was sind die Hauptprobleme, wenn in Krisengebieten Corona ausbricht?

Das größte Problem ist, dass das Coronavirus zu der bereits bestehenden Krisensituation im Land hinzukommt. Denn die Situation in den Ländern, in denen wir arbeiten, war bereits vor der Pandemie besorgniserregend, und die Menschen sind bereits gefährdet. Im Jemen tobt beispielsweise seit Jahren ein blutiger Krieg, und es gab mehrere Ausbrüche von Cholera, die viele Menschen schwer getroffen haben. Wenn Corona noch hinzukommt, wird die Lage noch gefährlicher.

4. Was ist, wenn in einem Flüchtlingslager Corona ausbricht, könnt ihr die Folgen noch verhindern?

Wir können kaum vorhersagen, was im Falle eines Ausbruchs geschehen wird. Wenn es zu einem Ausbruch kommt, kann er nur gestoppt werden, wenn die Betroffenen in ihren Zelten bleiben, Abstand halten (was fast unmöglich ist) und die Hygienevorschriften einhalten. In den Lagern stehen jedoch oft nicht genügend Ressourcen zur Verfügung. Daher werden sie im Falle eines Ausbruchs wahrscheinlich in Bereiche unterteilt, in denen Menschen weder ein- noch ausgehen dürfen, und das Lager wird von der Außenwelt abgeschottet. Eine Katastrophe grenzt dann direkt an eine Katastrophe.

5. Läuft die normale Arbeit des ZOA noch?

In fast allen Ländern, in denen ZOA aktiv ist, spielt Corona derzeit eine Rolle. Dies bedeutet, dass die Projekte gegebenenfalls angepasst wurden, so dass die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich verhindert werden kann. Darüber hinaus werden die “normalen” Aktivitäten des ZOA so weit wie möglich fortgesetzt. Wir haben von Anfang an bewusst betont, dass das Coronavirus zu der bestehenden Krisensituation hinzukommt, aber nicht auf Kosten der laufenden Nothilfe- und Wiederaufbauaktivitäten des ZOA gehen darf.

 

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