Roshid darf nicht existieren

In Myanmar wird die Bevölkerungsgruppe Rohingya nicht als Bürger Myanmars akzeptiert. Denn die Rohingya sind staatenlos, sie “existieren” nicht auf dem Papier. Das bedeutet, dass sie nicht arbeiten, reisen oder zur Schule gehen dürfen. Somuda, der Vater von Roshid Vater, erzählt, wie sich dies auf das Zukunftsbild seines Sohnes auswirkt:

“Mein Sohn Roshid war erst drei Monate alt, als das Militär auf unser Dorf schoss. Unser Haus wurde von einem Mörser getroffen und fing Feuer. Mit Roshid am Arm lief ich in den Wald. Nach 16 Tagen Wanderung kamen wir in diesem Flüchtlingslager an. Wir waren stark unterernährt und hatten, abgesehen von der Kleidung an unserem Körper, überhaupt nichts mehr. Unser Haus, unser Land, unsere Firma, wir hatten alles verloren.

Menschen wie wir werden aus Myanmar vertrieben. Wir werden seit Jahren verfolgt, nur weil wir Rohingya sind. Sie wollen nicht, dass wir hier leben, und deshalb sollten wir nicht zur Schule gehen, aus unserem Dorf verschwinden und eigentlich nicht einmal existieren.”

Träume von der Zukunft

“Seit Roshid geboren wurde, habe ich große Träume für ihn. Ich würde mich freuen, wenn er später Arzt werden könnte. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um ihm eine bessere Ausbildung zu geben als ich sie hatte und diesen Traum zu verwirklichen. Aber mein größter Wunsch ist es, dass er als Vollbürger in einem Land leben kann, in dem er willkommen ist.”​

Myanmar_Roshid

* Aus Datenschutzgründen ist Roshid nicht der Junge auf dem Bild.

 

Lassen Sie Vertriebene wie Roshid nicht allein. Mit Ihrer Hilfe können wir Flüchtlingen auf der ganzen Welt helfen, zum Beispiel mit Nahrung, sauberem Trinkwasser und Unterkünften.

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