Ruanda

Programmzeitraum: 1994 – 2004

Programmzeitraum: 1994 – 2004

Zwischen April und Juli 1994 fand in Ruanda ein Völkermord statt. Bis zu 1 Millionen Einwohner Ruandas wurden getötet und viele weitere physisch und psychisch verletzt.
Im August 1994 begann ZOA mit einem integrierten Hilfs- und Rehabilitationsprojekt in Kanazi Sous-Préfecture (Bezirk Bugesera). Der Einsatz fand auf Wunsch der ruandischen Kommunalbehörden und später des Rehabilitationsministeriums.

Die Hauptaktivitäten waren die Sanierung der Wasserversorgung in der Region, Verteilungen von Hilfsgütern (Saatgut, landwirtschaftliche Geräte, Lebensmittel). Darüber hinaus sicherte ZOA die medizinische Versorgung (Unterstützung und Überwachung von 8 Gesundheitszentren), die Traumaberatung und andere Rehabilitationsmaßnahmen (Instandsetzung von Gebäuden und Brücken). Diese Dienstleistungen umfassten Aktivitäten in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gemeindeentwicklung, HIV/AIDS-Aufklärung, Kleinunternehmen und WASH.

Ein Schlüsselelement aller Programmaktivitäten war die Wiedereingliederung verschiedener Gruppen in die Gesellschaft:

  • Überlebenden des Völkermords
  • Rückkehrer, die vor dem Krieg von 1994 aus Ruanda geflohen waren
  • Gruppen von Rückkehrern, die nach diesem Krieg geflohen waren.

Es handelte sich dabei um verschiedene Gruppen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen (wenn auch durch eine Sprache vereinheitlicht). Dadurch war es ein schwieriger Prozess, in dem die ruandische Regierung eine starke koordinierende Rolle übernahm.

Das ZOA-Programm konzentrierte sich auf Frauen/Witwen, behinderte Menschen und Waisenkinder. ZOA organisierte auch Traumaberatungstrainings für Kirchen- und Gemeindeleiter in Bugesera.

Das Programm wurde mit eigenen Mitteln von BuZa und ZOA unterstützt und im Jahr 2004 beendet.

 

Eine Übersicht der laufenden Hilfsprogramme von ZOA finden Sie unter der Dossier Übersicht.