Der unberechenbare Winter in Sri Lanka

ZOA leistet nicht nur Winterhilfe in Afghanistan und im Nahen Osten. Auch in Ländern, in denen man nicht so schnell an den “Winter” denkt, gibt es in dieser Saison große Probleme. Zum Beispiel der Winter in Sri Lanka, wo die Menschen seit Jahren unter der Unberechenbarkeit des Klimas leiden.

In Sri Lanka gibt es nur zwei Jahreszeiten: Die Trockenzeit und die Regenzeit. Diese nasse Periode, besser bekannt als Monsun, fällt genau mit dem europäischen Winter zusammen. Der Klimawandel macht diese Monsune immer unberechenbarer. Landwirte und Fischer werden einerseits von extremer Trockenheit und andererseits von starken Regenschauern überrascht, die zu Überschwemmungen führen. Das Vieh stirbt, die Ernten gehen verloren und es gibt oft keine Möglichkeit, für Ausgleich zu sorgen. ZOA hilft den Menschen in dieser Unsicherheit und macht sie zudem widerstandsfähig gegen den Klimawandel.

Da die Bauern im Nordosten Sri Lankas durch den Bürgerkrieg lange Zeit vom Rest des Landes abgeschnitten waren, sind sie wirtschaftlich isoliert. Die Landwirte sind nicht in der Lage, mit Ernteausfällen aufgrund von Dürre oder Überschwemmungen umzugehen, und die Fischer haben aufgrund des Klimawandels mit vielen Problemen zu kämpfen.

 

"Die Fischer fangen immer weniger, weil die Trocken- und Regenzeit unberechenbar ist. Deshalb werden auch oft die falschen Fische gefangen."

— - Raga Alphonsus, Programmmanager ZOA Sri Lanka

An vielen Stellen im Wasser ist der Temperaturunterschied so groß, dass sich die Fische nicht richtig vermehren können. Deshalb ist der Fang während des Monsuns stark reduziert. Außerdem werden die Fischer von Zwischenhändlern ausgebeutet und verdienen zu wenig effektiv an ihren Fischen.

Sri Lanka_Landwirt

Problematische Viehzucht

Neben den Fischern haben auch die Viehzüchter mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen; “Viele Rinder sind wegen der Dürre gestorben”, sagt Ruban, Programm-Manager für ZOA im Nordosten Sri Lankas. Ein niedriger Grundwasserspiegel liefert zu wenig Trinkwasser und geringe Erträge für den Anbau von Viehfutter.

Ruban führt in einem ZOA-Projekt im Nordosten Sri Lankas Milchwirtschaftsprojekte zur Bekämpfung der Rindersterblichkeit durch. Hier hilft ZOA den Landwirten unter anderem durch die Schulung in Wassereinsparungstechniken und der effizienten Nutzung von Wasser für den Anbau von Tierfutter. Zudem schulen wir die Landwirte in der Wasserspeicherung, um in schwierigen Zeiten die Knappheit zu überbrücken. Darüber hinaus bringt die ZOA Fischer zusammen, um sie gegen die Bürokratie in der Fischereiindustrie stark zu machen.

 

Doch den Kamp gegen den Winter in Sri Lanka können wir nicht alleine bewältigen.

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