ZOA startet mit innovativem WASH-Tool für den Einsatz in Notfällen

Das Ändern unseres eigenen Verhaltens ist nicht einfach. Doch es ist definitiv eine noch größere Herausforderung, andere dazu anzuregen, ihr Verhalten zu ändern. Insbesondere in der chaotischen Umgebung einer natürlichen oder vom Menschen verursachten Katastrophe. Aber es kann sich lohnen: Eine scheinbar einfache Aktion wie das Händewaschen mit Seife hat einen dramatischen Einfluss auf Durchfallerkrankungen (bis zu 45% weniger). Die NGOs haben es schwer gehabt, diese Botschaft auf effektive Weise zu vermitteln. Deshalb hat ZOA kürzlich ein Pilotprojekt mit dem WASH’EM Toolkit gestartet.

Im Rahmen unseres Innovationswunsches bei WASH-Projekten hat ZOA mit der Erprobung eines neuen Tools zur Verbesserung des Verhaltens beim Händewaschen in Notfällen begonnen. Dieses WASH’Em-Toolkit wird von drei Organisationen entwickelt: Action Contre la Faim (ACF), die London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) und das Centre for Affordable Water and Sanitation Technology (CAWST). WASH’EM enthält Erkenntnisse aus verschiedenen Ansätzen zur Verhaltensänderung. Diese werden in diesem einfach zu bedienenden Schnellbewertungstool angewendet. Das Tool befasst sich mit fünf Bereichen, die für die Verhaltensänderung relevant sind: die bestehenden Praktiken des Händewaschens, die Motive von Menschen, sich die Hände zu waschen (oder nicht), die Einstellung von Menschen zu Durchfall und die persönlichen Erfahrungen von Menschen mit der Krise. Das Tool hilft auch bei der Priorisierung von Touchpoints: Welche Kommunikationskanäle können genutzt werden, um die Zielgruppen zu erreichen?

Neue Erkenntnisse

Das WASH’Em-Team suchte nach Organisationen, um diese neuen Tools zu testen. Daraufhin entschied sich ZOA Afghanistan, zwei von fünf Tools in Nangahar und Uruzgan einzusetzen. Das Team war sehr positiv über das Tool und die Unterstützung durch das WASH’Em-Team. Benjamin Schaeffer, PGA ZOA Afghanistan: “Das Tool macht deutlich, wo sich die Bereiche nötiger Aufmerksamkeit befinden. ZOA Afghanistan und die meisten anderen NGOs vor Ort interessierten sich nicht wirklich für bestimmte Aspekte, die sich als relevant erwiesen. So z.B. die Bereitstellung eines Platzes für das Händewaschen.” Mit nur zwei von fünf getesteten Tools hatte das Team bereits den Eindruck, dass neue Erkenntnisse gewonnen wurden, um die Art und Weise, wie ZOA mit den Menschen arbeitet, zu verbessern.

ZOA plant, alle Tools in verschiedenen Ländern zu testen, um das WASH’Em-Team bei der Weiterentwicklung dieses Ansatzes zu unterstützen. Bis Ende dieses Jahres werden wir über ein einfaches, aber effizientes Instrument verfügen, mit denen wir den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, besser helfen.

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