Augenzeugenbericht zum Vulkanausbruch in Goma

Am Samstag, den 22. Mai, kam es zu einem Vulkanausbruch in Goma durch den Vulkan Nyiragongo im Osten des Kongo. Hunderttausende von Menschen ließen alles zurück und flohen auf der Suche nach Sicherheit und Schutz. Dutzende von Todesfällen wurden inzwischen bestätigt. ZOA leistet Hilfe durch Partner vor Ort. Justin, ein ZOA-Mitarbeiter, der in der Gegend des Vulkans lebt, erzählt seine Geschichte.

„Wir sahen die Lava aus dem Vulkan kommen und Tausende von Menschen, die in Panik aus ihren Häusern flohen. Auf dem Foto unten können Sie sehen, wie Hunderte von Häusern komplett von der Lava begraben wurden.“

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Wie kommt es, dass diese Eruption so überraschend kam?

Es gibt ein Institut in der Gegend, das die Anwohner und die Regierung im Falle einer drohenden Gefahr warnt, sagt Justin. Doch dieser Ausbruch kam für alle völlig überraschend. Am Tag des Vulkanausbruchs verließen 5.000 Menschen überstürzt das Land in Richtung Ruanda, 25.000 weitere flüchteten in nahe gelegene Städte. Insgesamt wurden 232.400 Menschen vertrieben. Eine riesige Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass die Menschen es hier nicht leicht haben!

Was hat Sie am meisten berührt?

Die Panik war enorm, die Menschen mussten von einem Moment auf den anderen fliehen und riskierten dabei ihr Leben und das ihrer Kinder. Jetzt dampft die Lava nicht mehr, aber es ist traurig zu sehen, dass die betroffenen Menschen völlig auf sich allein gestellt sind. Es gibt keinen Plan und keine Hilfe für die Menschen, die alles zurücklassen mussten. Ich finde auch die Geschichten über die Plünderungen von Häusern wirklich erschütternd.

„Einige Menschen flohen aus Angst vor der Lava aus ihren Häusern, und dann wurden ihre Häuser von Dieben geplündert, die zum Zeitpunkt der Katastrophe in der Stadt blieben. Das ist in doppeltem Maße furchtbar.“

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Menschen auf der Flucht vor dem Vulkanausbruch in Goma

Was geschah nach der Eruption?

Nach der anfänglichen Panik und einem “Auszug” von Tausenden von Menschen, die anderswo Sicherheit suchten, ist die Katastrophe noch nicht vorbei. Der Eruption folgte eine Reihe von Erdbeben. Diese Beben führten dazu, dass noch mehr Menschen ihre Häuser verließen und vor allem sehr verängstigt wurden.

Wie sieht die Zukunft für die betroffenen Haushalte aus?

Das ist eine gute, aber auch sehr schwierige Frage. Es gibt keine staatliche Unterstützung, auf welche die Menschen zählen können, außer der Verteilung von Decken. Das ist natürlich nicht annähernd genug, wenn man bedenkt, dass manche Menschen alles verloren haben. ZOA ist bereit, über unsere Partnerorganisationen Nothilfe zu leisten.

Für uns bei ZOA kennt die Hilfe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen, wie dem Vulkanausbruch in Goma, auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

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