ZOA auf der Internationalen Tagung zur Bodenerosion, Rom

GLOBAL SYMPOSIUM ON SOIL EROSION | FAO HQ | Rome, Italy, 15-17 May 2019

Vom 15. bis 17. Mai fand die globale Tagung zur Bodenerosion (GSER19) in Rom, Italien statt. David Betge nahm für ZOA an der Tagung teil und präsentierte dort einen holistischen Ansatz, um Bodenerosion auch in fragilen Kontexten nachhaltig zu bekämpfen.

Der präsentierte Ansatz basiert auf Erfahrungen aus ZOA’s Arbeit in Burundi im Bereich Landrechte und nachhaltige Landwirtschaft. Langfristiges Ziel ist es, Landrechte zu fördern und Konflikte in den betroffenen Gemeinden zu schlichten sowie landwirtschaftliche Praktiken zu verbessern. Die Bekämpfung von Bodenerosion wird dabei ein zentraler Bestandteil sein. ZOA verwendet hierzu den innovativen Integrierten Farm Plan (PIP) Ansatz der an der Wageningen Universität in den Niederlanden entwickelt wurde.

Eine der zentralen Herausforderungen in Burundi ist der Druck auf den verfügbaren Landbaugrund. Im Zusammenhang mit stetigem Bevölkerungswachstum und einem unsicheren Landrechtssystem mit geringer Rechtssicherheit, ist dies besonders für die ärmsten Bauern und Bäurinnen gefährlich. Denn die überwiegende Mehrheit der Menschen ist für ihren Lebensunterhalt von der Landwirtschaft abhängig. In den letzten zehn Jahren sind die Konflikte um Land deutlich angestiegen. Gründe dafür sind die Rückkehr von Menschen, die vor bewaffneten Konflikten und insbesondere vor dem Bürgerkrieg, der 2006 endete, geflohen sind”, so Betge. Jetzt stellt die zunehmende Bodenerosion die Einwohner des Landes vor neue Herausforderungen und Probleme.

Erfolgreicher Ansatz

In seinem in Rom präsentierten Paper stellt Betge darum ein Konzept für einen integrierten, ganzheitlichen Ansatz dar. Auf der Grundlage der Erfahrungen in Burundi soll er zur effektiven Bekämpfung von Bodenerosion genutzt werden. Durch die Kombination von zwei Ansätzen sollen nachhaltige Landverwaltungssysteme geschaffen werden. Zudem sollen Peer-Learning-Systeme die landwirtschaftlichen Praktiken des Landes verbessern.

Das Paper gibt praktische und langfristige Einblicke in die Arbeit von ZOA und unseren Partnern in Burundi. Darüber hinaus soll der Ansatz aber auch auf andere Länder anwendbar sein. Der Austausch auf der Tagung in Rom wird ein wichtiger Schritt in dieser Entwicklung sein.

 

Tagung zur Bodenerosion-2
17 May 2019, Rome, Italy - Closing session. Global Symposium on Soil Erosion, FAO headquartes, (Green Room). ©FAO/Giuseppe Carotenuto
Tagung zur Bodenerosion-3
17 May 2019, Rome, Italy - Closing session. Global Symposium on Soil Erosion, FAO headquartes, (Green Room). ©FAO/Giuseppe Carotenuto

Das Paper können Sie als PDF am Ende dieser Seite herunterladen.
Über die Ergebnisse der Tagung in Rom sowie weitere Landrechtsprojekte informieren wir Sie hier zeitnah.

 

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