Wir starten in Südamerika!

Millionen von Menschen, die aus Venezuela geflohen sind, befinden sich in einer katastrophalen Situation. Das ist mehr als Grund genug dafür, dass ZOA auch in Südamerika mit der Arbeit an Nothilfe und Wiederaufbau beginnt. Die politische und wirtschaftliche Krise hat dazu geführt, dass Millionen von Venezuelern ins benachbarte Kolumbien flohen mussten. Sie leben dort unter schwierigen Bedingungen. Für viele Grundbedürfnisse wie Wasser, Nahrung und Gesundheitsversorgung gibt es nicht genug Ressourcen. Flüchtlinge sind unter diesen Umständen auch oft anfällig für Ausbeutung und Menschenhandel.

In der Provinz La Guajira führt ZOA eine Bestandsaufnahme der Orte durch, an denen Projekte gestartet werden können. Mehrere Siedlungen von Venezuelanern werden besucht, um zu sehen, wo die Not am größten und welche Hilfe bereits verfügbar ist. In der ersten Phase liegen die Schwerpunkte der Projekte auf sauberem Trinkwasser und Hygiene. “Im Moment müssen die Flüchtlinge Trinkwasser kaufen. Das ist mit dem wenigen Geld, das sie haben, nicht leicht”, sagt Ina Hoogendoorn, Leiterin der ZOA-Nothilfe. “Es gibt auch einen akuten Mangel an einfachen Toiletten. Die Regenzeit hat begonnen und der menschliche Kot, der sich oft einfach neben den Häusern befindet, stellt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar.”

ZOA konzentriert sich auf die am stärksten gefährdeten Menschen, die kein Einkommen oder Besitz mehr haben. Dies sind oft nichtregistrierte Migranten und Menschen aus den unteren sozialen Schichten. Oft leben sie in illegalen Siedlungen in selbst errichteten Unterkünften, die nicht die nötige Sicherheit bieten. In einer nächsten Phase wird sich ZOA auch auf die Aufnahme und Ausbildung von Kindern konzentrieren.

 

 

"Der akute Mangel an Trinkwasser und Toiletten ist ein großes Gesundheitsrisiko."

— Ina Hoogendoorn, Notfallkoordinatorin

Über neue Informationen zum Projekt informieren wir Sie hier zeitnah.
Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Landesgrenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

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ZOA in Kolumbien