Notfallprojekt in Äthiopien: Wasser rettet Tausende von Menschen

ZOA führt zurzeit ein Notfallprojekt in Äthiopien durch. Im Januar 2019 bat die Regierung der somalischen Region Äthiopiens den ZOA und seine Partner, die von einem schweren Wassermangel betroffenen Menschen in der Region Filtu zu unterstützen. Bis Ende April wurden 6,26 Millionen Liter Wasser verteilt und Tausende von Menschenleben gerettet.

Die Situation, aus der sich die Anfrage ergab, war kritisch: Wenige Monate vor Beginn der Regenzeit ging der lokalen Bevölkerung in der Region Filtu in der Somali-Region Äthiopiens das Wasser aus. Dadurch mussten die Einwohner mit weniger als 2 Litern Wasser pro Person und Tag auskommen. Die schwere Wasserknappheit, verursacht durch eine Kombination aus Naturkatastrophe, politischen Gründen und gebrochenen Wasserleitungen, zwang ZOA, sofort zu handeln.

Wassertransport

Im Zeitraum vom 22. März bis 12. April konnte ZOA 6.260 m3 (6,26 Millionen Liter) Wasser für 34.319 Menschen per Wassertransport bereitstellen. ZOA unterstützte sowohl die Gastgemeinde als auch die Binnenvertriebenen (IDPs). Jeder in der Gegend wurde mit 5 Liter Wasser pro Tag versorgt. Darüber hinaus konzentrierte sich ZOA auf langfristige Lösungen und die Prävention zukünftiger Katastrophen.

 

"Als wir heute Morgen Wasser geliefert haben, erzählten uns die Leute, dass eine Frau gestern ein Baby zur Welt gebracht hat. Dabei hatte sie keinen Zugang zu Wasser, um während der Wehen zu trinken. Sie konnte nicht einmal das Neugeborene waschen. Glücklicherweise geht es der Mutter und ihrem Baby gut und sie müssen überglücklich sein, heute Wasser zu haben."

Schlamm in Äthiopien
Menschen in Äthiopien mussten Schlamm trinken, um zu überleben

Die Gastgemeinde des Filtu-Gebietes besteht aus mehr als 70.000 Menschen. Mit etwa 30.640 zusätzlichen Binnenvertriebenen sind inzwischen 30% der Gesamtbevölkerung in dem Gebiet vertrieben. Der Zustrom von Binnenvertriebenen verursacht Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen und belastet die verfügbaren (und begrenzten) Wasserquellen in der Region.

Direkt Leben retten

Jessica Hedman, Grant Manager bei ZOA Äthiopien erzählt: “Das Notfallprojekt in der somalischen Region ist eine umfassende und solide Reaktion. Ein schneller Roll-out wurde durch die rechtzeitige und flexible Finanzierung von ZOA International und Partnern wie TEAR Australien und später der US-Regierung / OFDA (Rapid Response Mechanism) durch ihren Grant-Manager IRC (International Rescue Committee) ermöglicht. Diese Maßnahmen sind entscheidend genug, um viele Leben zu retten. Beispielsweise müssen Frauen Wege von mehreren Stunden auf sich nehmen, nur um 20 Liter sehr schmutziges Wasser für ihre vielen Kinder zu holen. Frauen, die durch Durst ohnmächtig werden. Kämpfe um Wasser. Jetzt versorgen die Lastwagen die Tanks der Menschen über Wasserhähne direkt mit Wasser. Dabei ist die Wirkung spürbar und lebensrettend.”

Martin Visser ist einer von zahlreichen Business Ambassadors, die ZOA mit ihrem Unternehmen oder Expertise unterstützen.
Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

Helfen auch Sie mit?
Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

Lesen Sie mehr über
ZOA in Liberia