Sanne: "Wir können wirklich einen Unterschied machen"

Im nächsten Teil der ZOA-Mitarbeiterreihe geht es um Sanne. Sie arbeitet als Programmberaterin in Burundi. Sanne sieht, wie sie mit einem Team von motivierten Kollegen das Leben der zurückgekehrten Flüchtlinge verändern kann. Wir haben Sie interviewt:

“Das ist der Moment, in dem ich dachte:

1. Dafür tue ich das!

In unseren Projekten versuchen wir, Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Wenn jemand an einem Projekt teilnimmt und dann eine solche Gelegenheit nutzt, freue ich mich sehr. Da sind zum Beispiel die Jugendlichen aus verschiedenen politischen Parteien, die früher viele Gründe fanden, sich gegenseitig zu bekämpfen. Doch auch aufgrund unserer Projekte haben sie erkannt, dass sie bei der Entwicklung besser zusammenarbeiten können. So bauten sie 2018 Häuser für rückkehrende Flüchtlinge, die zuvor in Hütten aus Zweigen und Segeln gelebt hatten. Die Jugendlichen begannen nicht nur, friedlich zusammenzuleben, sondern sie leisteten auch einen Beitrag für andere Menschen. Sie gingen mit gutem Beispiel voran. Das gibt mir viel Hoffnung.

2. Aber danach will auch ich nach Hause

Ich liebe meine Arbeit, mein eigenes Zuhause ist in Burundi. Doch um halb fünf schließe ich gerne meinen Laptop, um zu meinem Mann und meinen Kindern zu gehen.

Sanne-2

3. Diese Geschichte werde ich nie wieder vergessen.

Im Jahr 2017 wurde ich einer Gruppe von Flüchtlingen zugeteilt, die aus Tansania zurückgekehrt waren, aber nirgendwo unterkommen konnten. Sie hatten ein Stück Land in einer abgelegenen Ecke Burundis erhalten, ohne Einrichtungen. Der nächste Trinkwasserort war 10 Kilometer entfernt, an dem Fluss, der Burundi von der DR Kongo trennt. Am Abend grasten die Flusspferde zwischen ihren Hütten und es war viel zu gefährlich, um hinauszugehen. Als ich zum ersten Mal in diese Ecke kam, verglich eine Dame ihr Leben mit dem Leben von Ungeziefer. ZOA hat in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und vielen anderen Beteiligten Häuser für diese Menschen im Raum Cibitoke gebaut und unterstützt Familien weiterhin bei der Entwicklung einkommensschaffender Aktivitäten. Inzwischen sind die Umstände dieser einen Dame viel besser. Sie arbeitet auf dem Markt und hat ihr eigenes Bankkonto erhalten. Als ich Anfang Januar mit ihr sprach, erzählte sie mir, dass sie sich endlich wie ein Mensch fühlt. Denn sie kann einfach neben den anderen wartenden Leuten stehen, wenn sie Geld von ihrem Konto abheben will.

4. Ich bin stolz auf ZOA!

Ich bin besonders stolz auf all die Arbeit, die meine Kollegen vor Ort leisten, um die Menschen zur Entwicklung zu ermutigen. Sie reagieren auch auf Probleme, die von der lokalen Bevölkerung angesprochen werden oder denen wir bei unseren täglichen Aktivitäten begegnen (z.B. die Gruppe der Personen aus Frage 3). Die Tatsache, dass es innerhalb von ZOA Raum gibt, auf all diese verschiedenen Probleme zu reagieren, bedeutet, dass wir in der Gesellschaft in Cibitoke viel Respekt haben. Doch ebenso, dass wir zusammen mit der lokalen Bevölkerung wirklich etwas bewirken können.

 

Wir helfen Menschen, ein menschenwürdiges Leben in Frieden zu führen. Das ist es, was Sanne in Burundi tut. Und das ist es, was 900 weitere Anhänger an allen möglichen anderen Orten auf der Welt tun. Helfen auch Sie mit?
Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

Lesen Sie mehr über
ZOA in Burundi