Dina: Wie bewahrst du die Hoffnung in Syrien?

Syrien ist vom Krieg verwüstet worden. Inmitten der Ruinen ist die Not groß: Es mangelt an so ziemlich allem. Aber wir sind da! Durch unsere Kollegen im Feld leisten wir direkt vor Ort Hilfe. Doch wie geht es ihnen zurzeit? Dina, unsere Feldkoordinatorin in Syrien, erzählt uns: “Jeder neue Tag bedeutet neue Hoffnung!”

Es sind Zahlen, die schwindelig machen: Nicht weniger als 13,5 Millionen Menschen in Syrien brauchen nach fast 9 Jahren Bürgerkrieg Hilfe. Ungefähr 6,5 Millionen sind aus dem Land geflohen, weitere 5,5 Millionen Syrer leben als Flüchtlinge in der Region. Wenn man an die Familien, Kinder, Jungen und Alten denkt, die hinter diesen Zahlen stehen, wird einem das Herz schwer!

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Gefährdete Kinder

Die Situation ist nicht ermutigend: Den Syrern mangelt es an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. Viele Vertriebene leben in Lagern oder Notunterkünften, ohne Schutz vor der extremen Kälte im Winter. Viele Kinder haben seit Jahren keine Schule mehr besucht und sind anfällig für Kinderarbeit, (sexuelle) Ausbeutung und Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen. Aber auch den Menschen, die nicht vertrieben wurden, fehlt es oft an der Grundversorgung wie Wasser und Nahrung. “Die Situation ist sehr schwierig und Corona macht es noch schwieriger”, sagt Dina.

Corona

Auch eine vollständige Abriegelung Anfang des Jahres konnte die Coronarinfektionen in Syrien nicht verhindern. Weiterhin ist angemessene Hilfe schwierig: Es mangelt an medizinischen Geräten, Desinfektionsmitteln, Mundschutz und Testmaterial. Dina erzählt: “Viele medizinische Mitarbeiter und ältere Menschen haben nicht überlebt. Viele meiner Freunde haben in letzter Zeit auch ihre Eltern verloren…”

"Die Situation in Syrien ist bereits schwierig, doch Corona macht sie noch schwieriger."

Neue Hoffnung

Welch ein Leid! Jeden Tag. Wie geht es Dina? “Ich halte durch, indem ich mir immer sage, dass jedes Problem vorübergehend ist und dass es immer eine Lösung gibt. Jeder neue Tag bedeutet neue Hoffnung und das hält mich am Laufen.” ZOA macht aus dieser Hoffnung Aktion, indem wir direkt vor Ort mitanpacken und die Bevölkerung unterstützen.

Wasser und Nahrung

Gemeinsam mit anderen Organisationen versorgen wir Brunnen in Syrien und verteilen Lebensmittel- und Hygienepakete. Wir schulen auch das Personal der Kindergärten in der Unterstützung von Kindern mit Trauma und Stress. Wir helfen zurückkehrenden Syrern bei landwirtschaftlichen Aktivitäten, damit sie ihre eigene Nahrung anbauen können. Außerdem hilft ZOA bei der Reparatur von Häusern und Kliniken und stellt medizinische Geräte zur Verfügung. Der Weg zum Wiederaufbau ist lang, aber gemeinsam werden wir die Menschen in Syrien nicht im Stich lassen. Wir bewahren Mut, auch für diejenigen, die ihn verloren haben.

Mut. Das ist es, was wir in dieser unsicheren Zeit brauchen. Es ist wichtig, sich gegenseitig zu ermutigen, um neuen Mut zu fassen, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne. Gemeinsam wollen wir auch für Menschen in Krisengebieten da sein, die Gefahr laufen, den Mut zu verlieren. Helfen Sie uns dabei?

Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

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