Landrechte: Forschungsprojekt Norduganda mit der Radboud University

ZOA und die Radboud University Nijmegen arbeiten in Norduganda in einem Forschungsprojekt zusammen. Das Projekt soll sich mit Interventionen zum Landrecht (von ZOA und GIZ) und deren Auswirkungen auf die Legitimität verschiedener Interessengruppen befassen. Dabei erfolgt die Forschung durch ethnographische Feldarbeit in Acholi und Teso (Sub-)Regionen Ugandas. Denn hier ist die staatliche Legitimität stark umstritten und es herrsct langfristige Unsicherheit. Das Projekt wird vom niederländischen Außenministerium über die Knowledge Platform Security and Rule of Law finanziert.

Die Hauptfragen für die Forschung der Landrechte sind:

– Wie wirken sich Praktiken der dezentralen Landregistrierung auf die lokale Legitimität des Staates und der üblichen Behörden in Norduganda aus?

– Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen der Entwicklungsorganisationen zur Verbesserung der Kapazitäten der lokalen Regierung für die Erbringung von Landdienstleistungen zur Legitimationsdynamik?

– Wie können Intervenierende die “Legitimität” besser berücksichtigen und so ihre Arbeit konfliktsensitiver gestalten?

Angewandte Forschung

Zwei Post-Doc-Forschungsprojekte untersuchen die Dynamik der Legitimation und wie Entwicklungsinterventionen in diese einfließen. Dabei werden dieser Dynamik Annahmen und normative Ideen über die legitime Autorität gegenübergestellt, die Projekten zur politischen Steuerung zugrunde liegen. Anschließend untersucht das Projekt, wie Praktiker die Legitimität bei der Strategie zur Stärkung der Landnutzung expliziter berücksichtigen können. Zudem setzt es sich mit den Entwicklungspraktikern auseinander. Dies geschieht insbesondere durch die Entwicklung und Durchführung von auf Legitimität ausgerichteten konfliktsensitiven Schulungen, einschließlich partizipativem Theater. Dramatisierte Videoclips visualisieren Forschungsergebnisse und insbesondere die Rolle der Entwicklungsorganisationen. Dies kann als Schulungsmaterial für NGOs und CSOs dienen und die Debatte über diese kritischen Themen anregen.

 

Der erste Pilot dieses Trainingsmoduls zur Konfliktsensibilisierung fand in der letzten Aprilwoche und in der ersten Maiwoche 2019 statt. Wenn Sie sich für das Trainingsmodul interessieren und/oder mehr über die Forschung der Radboud University erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an David Betge, Landrechtler unter d.betge@zoa.ngo oder Corita Corbijn, Friedensförderer unter c.corbijn@zoa.ngo.

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