Nordost-Nigeria: eine übersehene Sicherheitskrise

Die Nordost-Nigeria-Krise dauert nun schon zehn Jahre an. Sie ist weitgehend durch einen regionalisierten bewaffneten Konflikt ausgelöst worden und ist in erster Linie eine Sicherheitskrise. Trotz über 7 Millionen Menschen, die dringend Hilfe und Schutz benötigen, und mehr als 1,8 Millionen Menschen, die intern vertrieben wurden, wird diese Krise von der internationalen Gemeinschaft oft übersehen. Zudem wird das Ausmaß der Bedürfnisse nicht vollständig verstanden. Zusammen mit anderen in der Region tätigen NGO’s macht ZOA darauf aufmerksam, dass die Zivilbevölkerung weiterhin die Hauptlast dieses Konflikts trägt.

IDP’s sind gefährdet.

Von Anfang September 2018 bis Mitte März 2019 wurden insgesamt 130.000 Menschen vertrieben. Seit November 2018 kamen über 104.000 Menschen in überlastete Gebiete. Menschen, die mit Angriffen, Tötungen, Entführungen, willkürlicher Inhaftierung, Folter, willkürlicher Zielsetzung und übermäßiger Gewaltanwendung zu kämpfen hatten. Viele Binnenvertriebene sind gezwungen, im Freien zu leben und zu schlafen, den Witterungseinflüssen und Schutzrisiken ausgesetzt. Dazu haben sie keinen Zugang zu lebenswichtiger Hilfe wie Nahrung, Wasser, Gesundheit und sanitären Einrichtungen. Aktuelle Probleme sind die bevorstehenden Regenzeit und die Angst vor einem Massencholeraausbruch aufgrund überfüllter Bedingungen. Dazu kommen geplante Militäroperationen, die die Bevölkerung weiter verdrängen werden. Deshalb wird eine Verschlechterung der Situation in den kommenden Monaten erwartet.

Die in diesem Gebiet tätigen NRO fordern die nigerianische Regierung auf, dem Schutz der Zivilbevölkerung im Nordosten Nigerias mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft dringend Vorrang einzuräumen und wirksam zu gewährleisten.

Die in diesem Gebiet tätigen NRO fordern die nigerianische Regierung auf, dem Schutz der Zivilbevölkerung im Nordosten Nigerias Vorrang einzuräumen. Dabei soll die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft unterstützen.

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