Kavira: Dank Gott bin ich dem Tod entkommen

Kavira, eine junge Mutter mit fünf Kindern, floh vor Rebellen, die ihr Dorf angriffen. Jetzt lebt sie in Angst um die Gesundheit ihrer Kinder. Das ist ihre Geschichte.

“Unser Leben war gut. Die Gegend, in der wir lebten, war sehr fruchtbar und ich konnte meine drei Jungen und zwei Mädchen gut mit dem Gemüse versorgen, das ich als Bäuerin geerntet hatte.
Doch eines Tages, als die Rebellen in mein Dorf kamen, änderte sich alles. Die Männer zerrten alle Bewohner aus ihren Häusern. Dann schlachteten sie einen nach dem anderen ab. Mein Schwager, der in unserem Haus lebte, wurde an diesem Tag ebenfalls ermordet. Sie befestigten seinen Kopf an der Spitze eines Pfeils, den sie in den Boden gesteckt hatten. Auch wir waren bereits gefesselt und sollten als nächstes ermordet werden, als die Armee kam, um uns zu retten. Gott sei Dank entkamen meine Kinder und ich an diesem Tag dem Tod.

Nach diesen Geschehnissen flohen wir aus dem Dorf. Aus der Angst heraus, dass die Rebellen uns erwischen könnten, verbrachten wir die Nacht im Busch. Am nächsten Tag flohen wir in ein anderes Dorf, in dem wir seither leben. Unsere Kleidung, die wir trugen, ist alles, was wir noch haben. Denn die Rebellen haben all unser Hab und Gut gestohlen.

Unsere Kleidung, die wir trugen, ist alles, was wir noch haben.

Traumatische Erlebnisse für ihre Kinder

In dem Dorf, in dem wir jetzt leben, fanden mein Mann und ich ein Zimmer. Ein hilfsbereiter Mann ließ uns hier kostenlos wohnen. Dafür leben wir mit unseren fünf Kindern jedoch auf engstem Raum und haben nicht genug für alle. Meine beiden jüngsten Kinder sind unterernährt und ich habe keine Ahnung, wie sie überleben werden. Doch wir haben nicht das Geld, um sie zu behandeln oder Essen zu kaufen. Unterernährung ist nicht das einzige Problem, das wir überwinden müssen. Zusätzlich sind unsere Kinder durch die Ereignisse sehr traumatisiert. Wenn ich sie frage, ob sie in unser Dorf zurückkehren wollen, fragen sie mich, ob ich will, dass auch sie in Stücke geschnitten werden, genau wie ihr Onkel. Ich bin mit meinen Worten am Ende.

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