Jahresbericht 2017: Mehr Hilfe im Nahen Osten

Jahresbericht 2017: Mehr Hilfe im Nahen Osten

Als direkte Folge von Konflikten und Terror, haben Zerstörung und eine Flut von Flüchtlingen die Präsenz von ZOA im Nahen Osten in den vergangenen Jahren nötiger denn je gemacht. ZOA veröffentlichte den Jahresbericht 2017 und zeigte, dass im vergangenen Jahr mehr Mittel für Projekte unter anderem im Irak, Syrien, Afghanistan und Jemen zur Verfügung standen. Unsere Kollegen vor Ort sind in sehr anspruchsvollen und gefährlichen Bereichen tätig, doch im Jahr 2017 ereigneten sich keine schwerwiegenden Sicherheitsvorfälle. Dafür sind wir sehr dankbar.

Dezember 2018

Im Jahr 2017 konnte ZOA aufgrund eines Umsatzwachstums mehr Hilfe leisten. Dieses Wachstum kam sowohl aus unserem eigenen Spenderkreis als auch von institutionellen Gebern (Länder-Regierungen, EU und UNO). Die Gesamtleistung stieg gegenüber 2016 um mehr als zwölf Prozent auf 56,6 Millionen Euro an. Ein zunehmender Teil des uns anvertrauten Betrages wird für die direkte Hilfe in den Programmländern ausgegeben. Die Betriebskosten sanken von 7,7% im Jahr 2016 auf 6,8% im Jahr 2017. Auf diese Weise konnten wir Millionen von Opfern bewaffneter Konflikte und Naturkatastrophen mit stärkerer Hilfe, Hoffnung und Wiederaufbau versorgen.

Start und Erweiterung von Programmen

In der irakischen Stadt Mosul konnte ZOA Im Jahr 2017, direkt nach der Befreiung von der IS, mit ersten Hilfsmaßnahmen beginnen. Wir begannen auch damit, sechshunderttausend Afghanen zu helfen, die aus Pakistan in ihr Heimatland zurückkehren. In Nigeria startete ZOA ein Soforthilfeprogramm für die Opfer von Boko Haram und rettete damit viele Menschen vor dem Tod an Hungersnöten und Cholera. Auch die Nothilfe im Jemen war lebensrettend: wir konnten das Nothilfeprogramm wie benötigt erweitern, als das Land – zusätzlich zum herrschenden Bürgerkrieg – ebenfalls von Hungersnöten und Cholera heimgesucht wurde.

Spenderkreis

Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Spender leicht auf rund 36.000 an. Darüber hinaus erhöhte sich ebenfalls der Betrag pro Spender. Sowohl das Einkommen für spezifische Nothilfeprogramme – wie die Hungersnot im Jemen und in Ostafrika – als auch das Einkommen für die laufenden Programme sind 2017 gestiegen, was Engagement und Loyalität unserer Spender widerspiegelt. Im folgenden Jahr werden wir einen neuen Spenderkreis dazuzählen können: Wir freuen uns besonders über die Gründung der ZOA Deutschland gGmbH und die Eröffnung des Bonner Büros. Es gibt viel, für das wir dankbar sein können!

Der gesamte Jahresbericht 2017 ist hier zum Lesen und Downloaden bereitgestellt. Vergangene Jahresberichte finden Sie unter unserer Finanzierung.

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