Jaco: „Corona hat sehr viel Einfluss in Uganda“

Vor sechs Monaten begann für die Familie Op ‘t Hof ein neues Abenteuer: Leben und Arbeiten in Uganda. Jaco und Bertine und ihre drei Kinder flogen in die Hauptstadt Kampala, um von dort aus für ZOA zu arbeiten. Wie geht es ihnen jetzt? Und was haben sie erlebt? „Corona hat viel Einfluss in Uganda“, erzählt Jaco.

„Wir fühlen uns in Uganda von Woche zu Woche mehr zu Hause. Jeden Tag Sommer kann ich durchaus genießen! Die Kinder machen sich sehr gut in der Schule. Sie haben sich hervorragend an ein anderes Bildungssystem angepasst und lernen schnell die neue Sprache. Das Lerntempo und das Niveau ist auch ein bisschen höher als in unserer Heimat, den Niederlanden. Ab dem Kindergarten bekommen sie jeden Tag ein bis zwei Stunden Hausaufgaben. Bis zur zweiten Klasse müssen sie zum Beispiel bereits vollständig lesen und schreiben können.“

Was macht Euch besonders viel Freude?

„Die Menschen hier in Uganda sind sehr gastfreundliche. Viele von ihnen leben in enormer Abhängigkeit von Gott und beziehen ihn in alle alltäglichen Angelegenheiten des Lebens mit ein. In dieser Hinsicht lernen wir jeden Tag von ihnen. Uganda ist auch ein schönes Land mit erstaunlicher Natur. Wir waren schon ein paar Mal unterwegs, um einige Nationalparks zu besuchen. Der Geschmack von Obst und Gemüse ist hier viel besser als in Europa. Deshalb genießen wir Mangos, Bananen, Tomaten und Avocados enorm.“

20210330_Uganda_Jaco Op t Hof
Jaco Op t Hof im ZOA-Büro. Bild: ZOA

Stolz auf das Team

Jaco ist Manager of Operations bei ZOA Uganda und verantwortlich für Finanzen, Personal, Logistik, IT und Sicherheit. Das ist alles andere als eine kleine Aufgabe. Denn in Uganda arbeiten über hundert Kollegen, verteilt auf drei Außenstellen und einem Länderbüro. Jaco erklärt: „Unser Team besteht aus qualifizierten und hoch motivierten Menschen. Die Lebensumstände meiner Kollegen im Außendienst sind nicht immer einfach. Deshalb bin ich stolz auf sie und dankbar für ihren Einsatz! Ein paar Besuche vor Ort haben mich noch mehr begeistert von den wunderbaren Projekten, die ZOA in Uganda durchführen darf.“

20210330_Uganda_Feldbesuch-Amuda
Feldbesuch in Amudat. Bild: ZOA

Uganda erfreut sich seit den 1980er Jahren einer relativen politischen Stabilität, aber ein Mangel an Grundversorgung – wie Trinkwasser, landwirtschaftliche Flächen und Zugang zu Bildung – belastet die Beziehungen. Deshalb arbeitet ZOA mit den lokalen Gemeinden und der Regierung zusammen, um Landrechte zu etablieren. Wir unterstützen Landwirte, indem wir ihre Anbautechniken verbessern. Wir wollen auch, dass mehr Kinder zur Schule gehen können. ZOA stellt Unterrichtsmaterialien und Möbel zur Verfügung, aber auch sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen an den Schulen.

 

„Ich bin stolz auf den Einsatz meiner Kollegen!“

Hat sich die Corona-Pandemie auf Uganda ausgewirkt?

„Im Vergleich zu den Niederlanden und auch Deutschland hatte Uganda seit letztem März strenge Maßnahmen, aber in der Zwischenzeit gab es einige Lockerungen. Ich habe die Vorstellung, dass wir in Uganda jetzt mehr Freizügigkeit haben als in unserer Heimat. Andererseits gibt es die Ausgangssperre schon seit einem Jahr. Was die Impfungen betrifft, so werden wir uns noch eine Weile gedulden müssen, da sie von den westlichen Ländern aufgekauft worden sind. Es wird erwartet, dass erst ab dem dritten Quartal die ersten Impfstoffe in Uganda verfügbar sein werden.“

„COVID-19 hat einen großen Einfluss auf das Leben der Menschen in Uganda. Die Schließung von Schulen bedeutete einen starken Anstieg von Teenager-Schwangerschaften und häusliche Gewalt. Ebenso sehen wir viel mehr Kinder, die betteln oder arbeiten, obwohl sie minderjährig sind. Eine große Sorge ist, dass ein erheblicher Teil der Schüler nicht zurückkehren wird, sobald die Schulen wieder geöffnet werden. Außerdem haben viele Menschen durch Corona ihre Arbeit verloren, so dass die Menschen oft keine oder nur wenige Möglichkeiten haben, ihre Grundbedürfnisse zu stillen.“

20210330_Uganda_Fahrräder für Lehrer
ZOA verteilte Fahrräder an Lehrer, damit diese in kleinen Gruppen unterrichten können. Bild: ZOA

Und bei der Arbeit von ZOA?

„Am Anfang wurden viele Projektaktivitäten verschoben oder konnten nur in kleinerem Rahmen stattfinden. Gleichzeitig leistete ZOA Uganda sofort Coronahilfe durch Aufklärung und die Verteilung von Hygiene-Kits und anderen Präventionsartikeln. Im Rahmen der Bildungsprojekte wurden Lehrpakete und Radios an die Kinder verteilt und Radiolehrprogramme entwickelt und ausgestrahlt. Außerdem haben wir den Lehrern Fahrräder zur Verfügung gestellt, damit sie die Kinder in Gruppen unterrichten können – in ihren eigenen Dörfern.“

20210330_Uganda_Kleingruppen
Wo möglich, wir der Unterricht in Kleingruppen gehalten. Bild: ZOA.

Du erzähltest, dass einer deiner Wünsche in Erfüllung gegangen ist?

„Ja, das ist er. Obwohl ich viel Zeit im Landesbüro in Kampala verbringe, bin ich hier viel mehr mit den Menschen verbunden, für die wir arbeiten. Das hilft mir, die Chancen und Herausforderungen unserer guten Arbeit noch besser zu verstehen. Es ist auch großartig zu sehen, welchen Einfluss ZOA Uganda auf das Leben vieler Menschen hat. Der tägliche Austausch mit meinen Kollegen vor Ort und meine eigenen Besuche vor Ort haben mich nur noch mehr für die Arbeit bei ZOA in Uganda begeistert!“

Wir sind für Menschen da, die durch Krieg oder Katastrophen alles verloren haben. Wir helfen Menschen, in Frieden und Würde zu leben. Jaco macht das von Uganda aus. Und das tun weitere 900 Mitarbeiter weltweit. Wollen auch Sie mitmachen?

Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

Lesen Sie hier mehr über
ZOA in Uganda

Exklusive Informationen erhalten Sie in unserem zweimonatigen Newsletter:
Jetzt Newsletter abonnieren

Wir sind da.