Hilferuf aus Tigray - ZOA Mitarbeiter vor Ort

„Helfen Sie uns, die Dinge laufen hier völlig schief. Sie sind unsere einzige Hoffnung!“ Mit diesem Hilferuf wandte sich eine Tigrayerin am Flughafen an unseren ZOA-Mitarbeiter Hielke Zantema. Er ist gerade erst aus Tigray in Äthiopien zurückgekehrt. Dort hat er sich nicht nur ein Bild von der Not gemacht, sondern auch im Namen von ZOA alles vorbereitet, um vielen vertriebenen Menschen helfen zu können.

Der Kampf zwischen der Regierung von Premierminister Abiy Ahmed und der „rebellischen“ Verwaltung von Tigray dauert nun schon seit drei Monaten an. Etwa zwei Millionen Zivilisten zählen zu den direkten Opfern. Hielke erzählt: „Sie sind aus ihren Häusern geflohen, oft 10 bis 12 Tage zu Fuß unterwegs und leben unter miserablen Bedingungen. Oft finden sie Unterschlupf in verlassenen Schulgebäuden oder auf dem Gelände einer Kirche. Ihnen wird jede Annehmlichkeit wie sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Nahrung und sogar eine Matratze zum Schlafen vorenthalten.“ Unsere Kollegen aus Tigray haben sich vor Ort ein Bild gemacht und beschreiben die Situation als „entwürdigend“.

20210222_Sudan_Refugee Settlement

Soforthilfe durch Erfahrung

ZOA-Äthiopien will die Nothilfe auf diese vertriebenen Menschen konzentrieren. Hielke erklärt: „Wir wollen sie mit Non-Food-Artikeln wie Matratzen, Töpfen, Pfannen, Wasser, Seife und anderen Hygieneartikeln unterstützen. Die Tatsache, dass wir bereits in Tigray präsent waren, hilft uns, angemessen und zielsicher zu reagieren. Denn wir sind da, für schutzbedürftige Tigrayer, die vor Gewalt fliehen, unter menschenunwürdigen Bedingungen!“

 

(Foto: Joost Bastmeijer)

 

Für uns bei ZOA kennt die Hilfe keine Grenzen: Wir reagieren auf den Hilferuf der Opfer von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

Helfen auch Sie mit?
Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

Lesen Sie hier mehr über
ZOA in Äthiopien