Hielke in Kolumbien: "Familien sind gezwungen, auf der Straße zu leben"

Venezolanische Flüchtlinge in größter Armut

Venezuela befindet sich derzeit in einer schweren Wirtschaftskrise. Inzwischen sind mehr als 1,4 Millionen Venezolaner nach Kolumbien geflohen. Der Notfallspezialist Hielke Zantema des ZOA war kürzlich in Kolumbien. Dort untersuchte er, was gebraucht wird und wie ZOA helfen kann.

Während seiner Reise besuchte Hielke verschiedene Orte in Kolumbien. Dabei sah er, dass viele Venezuelaner um ihr Überleben kämpfen. “Denn viele Familien sind gezwungen, auf der Straße zu leben. Andere leben in einer selbstgebauten Hütte in einem Slum. Hier herrschen oft raue Bedingungen, die nicht sicher sind. Zudem gibt es auf den Straßen viel Müll und keine Toiletten. Es ist unhygienisch, was dazu führt, dass die Menschen schneller krank werden.

Die kolumbianische Regierung erlaubt Flüchtlingen nicht, zu arbeiten. Um Geld zu verdienen, verkaufen viele Menschen daher Süßigkeiten oder liefern Lebensmittel, erzählt Hielke. “Aber auch damit ist es fast unmöglich, über die Runden zu kommen. Darüber hinaus hat ein großer Teil der Flüchtlinge keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und lebt in einer schmutzigen Umgebung. Hier liegt das größte Bedürfnis. Denn Menschen können nicht ohne Wasser leben, und eine schmutzige Umgebung macht sie schneller krank.

Wasser und Hygiene zur Vorbeugung von Krankheiten

Hielke erzählt, dass ZOA mit der Installation von Wasserfiltern und Wassertanks im Norden Kolumbiens helfen wird. “Dadurch wird den Venezolanern sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt und sie können es in großen Mengen speichern. Um die Hygiene zu verbessern und Cholera zu vermeiden, liefert ZOA Materialien für den Bau von Latrinen und Toiletten. Dadurch müssen die Flüchtlinge ihre Bedürfnisse nicht mehr auf der Straße erfüllen.

Angesichts des hohen Bedarfs in Kolumbien beobachtet ZOA die Situation genau. Wir werden auch weitere Bereiche untersuchen, in denen wir helfen können. Dennoch bleiben die Venezolaner positiv, erzählt Hielke. “Es ist bemerkenswert zu sehen, dass die meisten Venezuelaner in dieser schwierigen Zeit widerstandsfähig bleiben. Glücklicherweise haben sie sich noch gegenseitig und finden Unterstützung in ihrem Glauben.

Immer mehr Flüchtlinge in Kolumbien sind verzweifelt: Denn Sie haben nichts mehr übrig. Helfen auch Sie mit, ihnen die Lebensgrundlagen zu ermöglichen? Dann spenden Sie mit dem untenstehenden Button.Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

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