Heuschrecken Plage von biblischen Ausmaßen

Ostafrika wird zurzeit von einer Heuschreckenplage heimgesucht. Eine akute Hungersnot droht nun mit Heuschrecken, die kurz vor der Erntesaison die kahlen Felder auffressen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, nannte es eine Plage biblischen Ausmaßes. Denn die großen Wüstenheuschreckenschwärme haben die gesamte Ernte vieler Bauern vernichtet. ZOA greift jetzt ein, damit die Menschen nicht verhungern.

In Äthiopien können Tausende von Bauernfamilien nur zuschauen, wie ihre Ernten vor ihren Augen verschlungen werden. Dadurch steht die Ernährungssicherheit vieler Bauernfamilien auf dem Spiel. “Wir müssen jetzt etwas tun, um diesen Menschen zu helfen. Jetzt, wo die Ernte zerstört ist.” Es ist ein Aufruf von René Vlug, Leiter der Abteilung für Fundraising und Kommunikation und ehemaliger Landesdirektor des ZOA Äthiopiens im niederländischen Groot Nieuwsradio. “Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen diesen Schock verkraften können. Wir müssen ihnen helfen, zu überleben!”

ZOA unterstützt betroffene Bauern

ZOA unterstützt die betroffene Bevölkerung mit Lebensmittelmarken, um diesen Schock schnell und kurzfristig auffangen zu können. Längerfristig stellt ZOA Saatgut zur Verfügung, damit die Bauern in der nächsten Saison wieder Getreide anbauen können.

"Die Situation ist wirklich tragisch. Denn die Bevölkerung in diesen Gebieten hat bereits Schwierigkeiten. Jetzt verschlechtern sich ihre Lebensbedingungen und sie werden noch mehr unter den Auswirkungen der diesjährigen Dürre leiden".

— Esther van Ravenhorst, ZOA Äthiopien

Die Ursache der Heuschreckenplage ist, dass die letzte Regenzeit auf der arabischen Halbinsel aufgrund des Klimawandels feuchter und länger als normal war. Dies sind ideale Bedingungen für die schnelle Vermehrung von Wüstenheuschrecken. Diese Heuschrecken wurden von einem Zyklon an das Horn von Afrika geweht, wo sie aufgrund der starken Regenfälle wieder ideale Bedingungen für eine großflächige Vermehrung vorfanden.

Gewaltige Invasion

Die Invasion der Wüstenheuschrecken ist gewaltig. ZOAs Nothilfekoordinatorin Hielke Zantema sprach im niederländischen EO-Radio über eine Katastrophe, die in einem Land nicht einmal auf Regierungsebene gelöst werden kann: “Kann man darauf überhaupt vorbereitet sein? Die Tatsache, dass es genau diese Menschen sind, die das jetzt durchmachen müssen, berührt mich sehr. Zudem motiviert es mich nur noch mehr, dafür zu sorgen, dass diese Menschen die Hilfe bekommen, die sie verdienen”.

Kampf nur begrenzt möglich

Doch die Mittel zur Bekämpfung der Heuschreckenplage sind sehr begrenzt. Zurzeit werden in bestimmten Gebieten Kleinflugzeuge über Ackerland geflogen, um Pestizide zu versprühen. Doch gewöhnliche Landwirte können dies nicht bezahlen. Zudem ist es fraglich, ob das Budget der Regierung dafür ausreicht, denn es handelt sich um eine Notfallsituation.

Das Interview mit René Vlug, Leiter der Abteilung für Fundraising und Kommunikation, können Sie auf niederländisch hier anhören:

 

 

Auch Sie können ZOA helfen, diesen durch die Plage gefährdeten Menschen eine Perspektive zu geben. Denn Ihre Spende geht dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird.

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