Grüner Strom in Äthiopien

In den Flüchtlingslagern in Äthiopien fehlt es überall an Strom. Die Menschen leben deshalb im Dunkeln, holzen den Wald ab und können nur schlecht Essen kochen. ZOA startet daher gemeinsam mit der Firma Philips ein innovatives Projekt: Grüner Strom für vier der größten Flüchtlingslager im Land.

In den Flüchtlingslagern in Äthiopien ist die Stromversorgung ein großes Problem. Weil es wenig oder gar keine Elektrizität gibt, findet eine gigantische Entwaldung um die Lager statt und die Menschen leben ohne Licht mit hohem Risiko. ZOA hat in den letzten Jahren viel Erfahrung in der Bereitstellung von Strom in Flüchtlingslagern gesammelt. Deshalb starten wir im kommenden Jahr ein neues, innovatives Projekt. In Zusammenarbeit mit der spanischen Regierung, der Firma Philips, der Technischen Universität von Madrid und einem großen spanischen Energieunternehmen werden wir in vier großen äthiopischen Flüchtlingslagern Ökostrom bereitstellen.

In diesen Lagern leben etwa 25.000 Menschen. Die meisten sind eritreische Flüchtlinge. Dass sie bald Strom haben werden, hat viele Vorteile: Zum einen hilft es ihnen beim Kochen. Lange hatten sie keine Gelegenheit, ihr Essen zu kochen und haben daher die Wälder rundum massiv abgeholzt, um Brennholz zu bekommen. Aber es gibt noch weiterreichende Effekte: Die Lager werden viel sicherer werden, wenn mehr Licht gibt. Darüber hinaus schafft die Initiative eine Reihe von Arbeitsplätzen, sowohl für die Flüchtlinge als auch für die äthiopische Bevölkerung, die rund um die Lager lebt.

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