Ein Jahr nach der Explosion in Beirut: Noch immer Hilfe benötigt!

Heute ist der erste Jahrestag der Explosion im Hafen von Beirut, der Hauptstadt des Libanon. Die Explosion verursachte enorme Verwüstungen. Neben den rund 200 Todesopfern wurden Tausende von Menschen verletzt und Hunderttausende von Häusern und Gebäuden (schwer) beschädigt. Hilfe wird noch immer benötigt!

Das Christian Relief Cluster (mit ZOA, Dorcas, EO Metterdaad, Tearfund, Red een Kind und Woord en Daad) schloss sich kurz nach der Tragödie zusammen und begann sofort mit der Soforthilfe für die betroffene Bevölkerung. Dank der 2,4 Millionen Euro an Spenden europaweit konnten wir im vergangenen Jahr viel für die bedürftigsten Menschen in Beirut leisten.

Unmittelbar nach der Katastrophe verteilten wir warme Mahlzeiten und versorgten 15 000 Menschen mit Grundbedürfnissen wie Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Nach der ersten Nothilfe begannen wir mit dem Wiederaufbau des betroffenen Gebiets. Wir halfen 2.000 Einwohnern von Beirut bei der Reparatur ihrer Häuser, Geschäfte und anderer Gebäude, indem wir Geld, Material und Handwerker zur Verfügung stellten.

 

Beiroet 6 1 12001200

Darüber hinaus schenkten wir im vergangenen Jahr der psychosozialen Betreuung große Aufmerksamkeit. Sowohl Kinder als auch Erwachsene fühlten sich nach der Katastrophe unsicher. Denn viele der betroffenen Menschen stammen ursprünglich aus Syrien. Für sie war die Explosion erneut ein traumatisches Ereignis. Durch das Angebot einer psychosozialen Therapie trugen wir zur Verarbeitung dieses Traumas bei. In der Zwischenzeit nahmen 400 Menschen eine Traumaberatung wahr.

Jessy aus Beirut erzählte uns: „Die Explosion beschädigte unser Haus schwer. Doch glücklicherweise konnten wir es dank der finanziellen Unterstützung wieder instand setzen. Danach erhielten mein Sohn und meine Tochter auch psychosoziale Beratung, um das Trauma zu verarbeiten. Ihre Hilfe hat uns wirklich geholfen!“

„Die Explosion war ein weiteres traumatisches Ereignis für die Syrer in Beirut.“

Doch die Arbeit in Beirut ist noch nicht beendet. Es sind noch nicht alle Schäden behoben, die wirtschaftliche Lage ist schlecht und die Auswirkungen der Coronapandemie sind enorm. Die Not von Tausenden von Menschen ist enorm. Deshalb wird unsere Hilfe vorläufig benötigt! Können Sie helfen?

Helfen auch Sie mit?
Ja, ich möchte die Arbeit von ZOA unterstützen!

Exklusive Informationen erhalten Sie in unserem zweimonatigen Newsletter:
Jetzt Newsletter abonnieren

Wir sind da.