Sie trinken Schlamm, um zu überleben

Sie können nur Schlamm trinken, denn nirgendwo in Ihrer Nähe gibt es mehr sauberes Trinkwasser. Diese äthiopische Frau lief stundenlang mit ihrem Sohn durch die brennende Sonne, um Wasser für sich und ihre zehn Kinder zu holen. Als sie an einer Quelle ankam, dachte sie, es gäbe dort noch Wasser. Doch es stellte sich heraus, dass nur noch Schlamm übrig war. Es gab keine andere Wahl, als ihn in den Kanister zu gießen und nach Hause zu schleppen…

Wasserknappheit ist in Äthiopien keine Seltenheit. Nach der Regenzeit in den Sommermonaten gibt es häufig keinen Regen mehr. Oft ist es sogar fraglich, ob genügend Wasser vorhanden ist, bis es im April oder Mai wieder zu regnen beginnt. Doch normalerweise reichen Brunnen und Wasserauffangbecken (unter anderem von ZOA errichtet) zumindest für die Grundversorgung mit Wasser aus. Um Trinkwasser zu bekommen nehmen die Frauen dafür oft mehrere Kilometer Fußmarsch in Kauf. Diesmal jedoch gehen Sie fast überall leer aus.

Konflikte als Problemursache

In den letzten Monaten suchten Viele Vertriebene aus der nahegelegenen somalischen Region in Äthiopien Zuflucht. Sie hatten vor ethnischen Konflikten in ihrem Wohngebiet fliehen müssen. Die ohnehin knappe Wasserversorgung musste nun noch mehr Menschen versorgen. Ein Problem, dass im Frühjahr diesen Jahres in extremer Not gipfelte.

In diesem Frühling ist die Wasserknappheit im Süden Äthiopiens so groß, dass ZOA ein Soforthilfeprojekt gestartet hat. Tausende von Menschen erhalten wochenlang sauberes Trinkwasser, bis die Regenzeit beginnt. Das stillt den schlimmsten Durst. Buchstäblich lebensrettendes Wasser!

In Äthiopien ist der Bedarf groß - die Menschen trinken Schlamm, um zu überleben.
In Äthiopien ist der Bedarf groß - die Menschen trinken Schlamm, um zu überleben.

Tragen Sie dazu bei, dass Rettung für Äthiopien, Nigeria und Afghanistan möglich ist? Für 35,- € können Sie bereits einer Familie in Äthiopien mit genügend Wasser für zwei Monate versorgen.

 

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ZOA in Äthiopien