5 Mitarbeiter, die sich freiwillig in Krisengebieten aufhalten

(und sich nicht darüber beschweren)

Viele unserer Mitarbeiter bei ZOA feiern Weihnachten in Gebieten, in welche die meisten Menschen nie einen Fuß setzen würden. Doch sie alle haben ihre Gründe. Erfahren Sie mehr über unsere mutigen Mitarbeiter hier.

1. Stanley

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Liberia

Als alle, die die Chance hatten, Liberia nach dem Krieg verließen, blieb Stanley zurück. “Es war schon immer mein Wunsch, Liberia aufzubauen, wenn der Krieg vorbei sein würde. Die Folgen der Entscheidung, hier zu bleiben, sind nicht immer einfach. Ich bin die Einzige in meiner Familie, die Arbeit hat, also muss ich nicht nur das Schulgeld meiner drei Töchter, sondern auch den Rest meiner Cousins bezahlen. Und doch… Ich bin immer noch glücklich mit meiner Wahl. Als ich 2003 zu ZOA kam, befanden wir uns in einer Nachkriegssituation, leisteten Nothilfe und unterstützten Flüchtlinge. Sie lebten unter den schlimmsten Bedingungen. In den folgenden Jahren haben wir uns mehr und mehr auf die Bereiche Wasser und Abwasser, Gesundheit und Soziotherapie spezialisiert. Es motiviert mich enorm, die Auswirkungen der Projekte zu sehen.”

2. Dorian

Uganda - Mitarbeiter Dorian

Uganda

Dorian lebte einige Jahre lang in einer Hütte in einer abgelegenen Gegend im Nordosten Ugandas. Hier finden regelmäßig gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen statt. Anfang dieses Jahres sagte sie uns, dass sie sich in Amudat nie unsicher fühlte. “ZOA ist bei jedem bekannt und geschätzt. Neulich sagte ein Häuptling zu mir: ‘Du bist wie eine von uns, wie unsere eigene Tochter. Wir werden dich immer beschützen.’ “

Lesen Sie die Geschichte von Dorian hier.

3. Hielke

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Indonesien

Als Mitglied des Katastrophenschutzteams von ZOA reist Hielke von einer Krise zur anderen. Dieses Jahr war er in Indonesien, nachdem ein Erdbeben und ein Tsunami einen Teil von Sulawesi zerstört hatten. “Das Elend, das die Menschen dort in Indonesien erlitten haben, ist unvorstellbar. Die Geschichten von Menschen, die geliebte Menschen und ihre Häuser verloren haben, sind beeindruckend. Ich bin sehr beeindruckt von dem Ausmaß der Katastrophe auf Sulawesi und gleichzeitig berührt von der Widerstandsfähigkeit der Inselbewohner. Es ist schön zu sehen, dass die Menschen sich nicht zurücklehnen und entspannen. Es wird Jahre dauern, das Gebiet wieder aufzubauen, aber wir müssen nicht hilflos zusehen.

Lesen Sie die Geschichte von Hielke hier.

4. Pan Shu

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Myanmar

Das ist Pan Shu (links) im Gemüsegarten einer Frau in Rakhine, der Region in Myanmar. Die Region ist im vergangenen Jahr wegen der Probleme der Rohingya-Bevölkerung dort regelmäßig in den Nachrichten gewesen. Pan Shu, der selbst in Rakhine geboren und aufgewachsen ist erzählt uns: “Rakhine ist ein schlechter Staat mit vielen Problemen. Mit den Projekten von ZOA können wir vielen Menschen helfen. Das motiviert mich.”

5. Corine

Corine Verdoold  foto door Geke Kieft

Jemen

Die ZOA-Landesdirektorin Corine Verdoold lebt mit ihrem Mann Johan im Jemen. Dabei hört sie fast täglich die Bomber über ihr Haus fliegen. Schon Freunde oder Kollegen zu besuchen ist zu gefährlich und sie kann auch nicht in einen Supermarkt oder ein öffentliches Gebäude gehen. Doch Corine denkt nicht daran, in ein sichereres Land zu ziehen. “Es ist mir peinlich, die Jemeniten so leiden zu sehen. Ich lebe auch im Jemen, aber ich kann jederzeit essen. Neulich waren wir in einem Dorf in einer abgelegenen Gegend, wo die Bevölkerung noch nie zuvor Westler gesehen hatte. Wir haben einige Sandwiches vom Vortag verteilt. Als ich mich später umdrehte, sah ich, dass die Kinder die Sandwiches aßen. Ich war froh, dass sie essen konnten, aber gleichzeitig schämte ich mich, dass diese Kinder unsere Reste aßen. In all unserer Arbeit, auf der ganzen Welt, macht mich diese Ungleichheit wütend. Das Gefühl, dass ich zur Gerechtigkeit der Welt hier im Jemen beitragen kann, spornt mich an. In Europa kann man für den Jemen beten, Geld geben, mitdenken und dafür sorgen, dass Probleme Aufmerksamkeit erhalten. Aber man kann nicht die Ärmel hochkrempeln und den Menschen praktisch helfen. Es fühlt sich wie ein Privileg an, dass ich das tun kann.
Lies die Geschichte von Corine.

 

 

Für uns bei ZOA kennt die Nächstenliebe keine Grenzen: Wir helfen Opfern von Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt. Das fängt bei der Soforthilfe an, aber wir bleiben auch dann noch, bis die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.

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