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Drei Frauen laufen hintereinanderweg durch eine Landschaft. Die Hinterste trägt einen Korb auf ihrem Kopf.

Menschen im Sudan stärken

Die Menschen im Sudan haben seit über 30 Jahren mit Armut, Hunger und Gewalt zu kämpfen. Aufgrund des Klimawandels werden einige Gebiete trockener, während es an anderen Stellen zu schweren Überschwemmungen kommt. Was tut ZOA, um die sudanesische Bevölkerung in diesen gefährdeten Gebieten zu unterstützen?

KNAPPHEIT UND KONFLIKT IM SUDAN

Friedensförderung und eine stärkere Ernte

Seit mehr als 30 Jahren kämpft das sudanesische Volk mit Armut und Konflikten. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch für die Menschen im Sudan zunehmend spürbar. Extreme Dürren und Überschwemmungen bedrohen Millionen von Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und führen zu neuen Konflikten.

Schwere Regenfälle, Sturzfluten und Hochwasser im sudanesischen Nilbecken haben im Jahr 2021 Dutzende von Menschen, Hunderte von Rindern und Häusern, Bauernhöfe und ganze Dörfer dahingerafft. In Nord-Darfur hingegen hat es 2021 zu wenig geregnet; die Ernte wurde durch Trockenperioden beeinträchtigt. Dies führte zu Wasserknappheit und einem Mangel an Nahrung und Weideland für das Vieh.

Knappheiten führen zu neuen Konflikten. Im Sudan sehen wir, dass die Knappheit die Hirten dazu zwingt, nach fruchtbaren Gebieten zu suchen und ihre Herden immer näher an das Ackerland zu bringen. Die Tiere fressen die Pflanzen, schädigen den Boden und trinken das für die Bewässerung bestimmte Wasser. Es kommt zu Konflikten, die regelmäßig in Gewalt eskalieren.

Menschen stärken

Die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften sind nicht immer in der Lage zu verhindern, dass die Situation aus dem Ruder läuft. Darüber hinaus gibt es häufig Konflikte auf Länderebene, wie zwischen dem Sudan und Äthiopien, um die Nutzung des Wassers des Blauen Nils. Es ist daher von großer Bedeutung, dass gefährdete Menschen belastbar und widerstandsfähig werden, um mit diesen Situationen umgehen zu können. Im Sudan setzt ZOA verschiedene Methoden ein, um dies zu erreichen:

Menschen im Sudan gegen den Klimawandel stärken: Zwei Männer holen mit ihren Viehtransportanhängern Wasser von einer Wasserstelle.
  1. Integriertes Wasserressourcenmanagement (IWRM): ZOA unterstützt verschiedene Interessengruppen bei der gemeinsamen Entwicklung eines Wasserbewirtschaftungsplans für ihr Gebiet. Dadurch minimieren sich Konflikte, die im Zusammenhang mit Wasser und Wasserinfrastruktur stehen.
     
  2. Gemeinsame Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und Konfliktlösung: Durch die Unterstützung von Gemeinschaften bei der Lösung von Konflikten auf lokaler Ebene werden die Bedingungen für eine friedliche und integrative Gesellschaft verbessert. ZOA tut dies zum Beispiel durch die Einrichtung von Friedenskomitees und Komitees für die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen. ZOA konzentriert sich auch auf die Steigerung der Ernteerträge durch intelligente Anbaumethoden, nachhaltige landwirtschaftliche Produktivität und Tiergesundheit. 

Intelligente Anbaumethoden

Idris ist einer der vielen Menschen, die mit der Modellfarm von ZOA im Dorf Umm Makhareeg in Darfur, Sudan, sehr zufrieden sind. Er sagt: Ich bin mein ganzes Leben lang Landwirt gewesen, aber ich kannte nur die traditionelle Landwirtschaft. ZOA schult uns in Anbaumethoden unter Einsatz neuer Technologien und lehrt uns, wie wir den Boden vorbereiten und die besten Pflanzen auswählen, säen, düngen, spritzen und ernten können."

Menschen im Sudan gegen den Klimawandel stärken: Mehrere Menschen stehen auf einem bepflanztem Feld

Die teilnehmenden Bauern werden in der Aussaat von Sesam, Bohnen und Mais geschult. Idris hätte nie gedacht, dass er diese Pflanzen auf seinem Land anbauen könnte, aber die Landwirte sehen auf dem Beispielbetrieb, dass es möglich ist.

Idris fährt fort: Früher haben wir auf einer großen Fläche gesät und eine große Menge Saatgut in jedes Loch gelegt. Wir haben auch einen Abstand von ein bis zwei Metern zwischen den einzelnen Kulturen gelassen, aber jetzt wenden wir das an, was wir auf dem Demonstrationsbetrieb gelernt haben, wie den Abstand und die richtige Menge an Saatgut, die gesät werden muss. Die Bauern in meinem Dorf und ich hatten wegen der Bodenbeschaffenheit Angst, Bohnen anzubauen, aber jetzt habe ich ein ganzes Mukhamas mit Bohnen bepflanzt." Idris stellt fest, dass die Menschen, die an der Modellfarm vorbeikommen, die dort gezeigten Anbaumethoden selbst anwenden und damit auch ihre Ernte verbessern.

ZOA ist für Menschen wie Idris da, die unter den Folgen des Klimawandels leiden. Gemeinsam können wir gefährdete Menschen widerstandsfähiger machen, so dass sie nicht fliehen müssen. Möchten Sie helfen?

Unterstützen Sie mit uns die Opfer des Klimawandels

Gemeinsam können wir für die da sein, die am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden. Indem wir ihnen helfen, gegen Dürre und Extreme Unwitter widerstandsfähig zu werden, können wir verhindern, dass sie fliehen müssen. Helfen Sie uns?

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