Friedensförderung

Peacebuilding

Friedensförderung

Friedensfördernde Maßnahmen konzentrieren sich auf die Sicherung des Friedens. Frieden ist nicht nur das Fehlen persönlicher und direkter Gewalt. Darüber hinaus zählen auch das Vorhandensein von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und gegenseitiger Akzeptanz. Diese Aspekte erfordern besondere Aufmerksamkeit und entstehen nicht automatisch. Nachhaltiger Frieden kommt von innen und kann nicht von außen erzwungen werden. Denn er ist sehr stark mit Themen wie Toleranz, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis, positive Beziehungen und Hoffnung verbunden.

Durch die Anwendung eines Konflikttransformationsansatzes zielt ZOA darauf ab, Einstellungen, Verhaltensweisen und (lokale) Konfliktursachen zu transformieren, anstatt Konflikte nur zu mildern oder zu lösen. Wir halten es für wichtig, die Haupttreiber von Konflikten anzugehen, denn eine Änderung der Konfliktdynamik ist notwendig, damit eine Gemeinschaft widerstandsfähig ist und sich von umfassenderen Konflikten lösen kann.

In unseren (Früh-)Wiederaufbauprogrammen geht unser Ehrgeiz über den Grundsatz “schadenfrei” hinaus, denn wir wollen wirklich zu friedlicheren und gerechteren Gesellschaften beitragen. Unsere Hilfsprogramme werden sich jedoch auf den “do no harm”-Ansatz beschränken. Ihr begrenzter Zeitrahmen (maximal drei Jahre) und ihr spezifischer Charakter erlauben es nicht immer, breitere Ziele der Friedensförderung zu verfolgen. Dennoch ist der “do no harm”-Ansatz bei Hilfsmaßnahmen sehr wichtig, da der enorme wahrgenommene Bedarf und die kapitalintensiven Aktionen leicht lokale soziale Strukturen schädigen und Konflikte schüren können.

Toolkit Lokale Friedenskomitees

ZOA hat in Zusammenarbeit mit dem Centre for International Conflict Analysis and Management der Radboud University Nijmegen und Mi Parec Burundi ein umfassendes Toolkit entwickelt. Dessen Ziel ist es, die strategischen Entscheidungen bei der Gestaltung von Interventionen in lokalen Friedenskomitees zu visualisieren. Das Toolkit mit einem Bilderrahmen und 10 Videoclips, die diese Auswahl veranschaulichen, ist nun verfügbar. Die Instrumente können von und für NGO-Mitarbeiter, Friedenskomitees und andere Interessengruppen genutzt werden.