Sudan

Warum Sudan?

Seit 2003 erlebt die Region Darfur im Sudan gewalttätige Konflikte zwischen der arabischen und afrikanischen Bevölkerung. Millionen Menschen flüchteten. Seit 2004 helfen wir bei der Nothilfe und dem Wiederaufbau, mit viel Aufmerksamkeit auf Wasser und Bildung. An der Grenze zu Äthiopien helfen wir den Bauern, eine bessere Ernte zu erzielen.

Programmgebiete

  • West-Sudan (Staaten Nord-, Ost-, Süd- und West-Darfur)
  • Ost-Sudan (Staaten Rotes Meer, Kassala und Gedaref)

Zielgruppen

  • Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Gastgemeinden und Rückkehrer, insbesondere Bauern- und Viehzüchtergemeinden, Jugendliche und Schulkinder
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Friedensförderung
  • Grundbildung

Sudan - Hilfe und Durchhaltefähigkeit

Trotz immer wieder aufflammender Stammeskonflikte beobachtete ZOA eine Verbesserung der Sicherheitslage. ZOA Sudan verbessert den Zugang zu Wasser und Existenzgrundlagen. Ebenfalls sind sein Ziel der soziale Zusammenhalt und die Regierungsführung, um die Durchhaltefähigkeit zu erhöhen. Wenn nötig, leisten wir Nothilfe. Im Jahr 2017 haben wir mit unserer Hilfe fast eine halbe Million Menschen erreicht.

ZOA Sudan leitet seit 2015 die Konsortien Aqua4East und Aqua4Darfur, zusammen mit sechs bzw. sieben weiteren Organisationen. Im Laufe des Jahres 2017 haben wir in drei Staaten in Darfur die Technik des integrierten Wasserressourcen- Managements eingeführt. Sie hatte sich im Osten bereits erfolgreich bewährt. Zum Beispiel in der Stadt Galalnahal in Gedaref waren einige der von ZOA unterstützten Wasserinfrastrukturprojekte entscheidend für die Versorgung von rund 50.000 Menschen mit Wasser.

Im Programmgebiet Gedaref litten in einigen Dörfern viele unter akutem wässrigem Durchfall. ZOA unterstützte die Dorfbewohner, verteilte Seife und Chlor und informierte über Hygienemaßnahmen. Die Dorfgemeinschaften begannen mit dem Bau von Latrinen und der Behandlung von unsauberem Wasser. Es war beeindruckend zu sehen, wie gut und genau das Projektteam auf so einen Notfall reagierte und die Möglichkeit schuf, sanitäre Praktiken zu ändern. In den Ortschaften von Galabat im Bundesstaat Gedaref haben die Kleinbauern durchschnittlich vierzehn 90-Kilo-Säcke pro Feddan (0,42 ha) herstellen können. Dies ist eine enorme Steigerung gegenüber dem Durchschnitt von zwei Säcken für traditionell wirtschaftende Bauern. Wir haben kleine Bauernverbände geschult, mit Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie öffentlichen und privaten Dienstleistern zusammenzuarbeiten.

In Süd-Darfur haben wir erfolgreich den Dialog innerhalb und zwischen den Gemeinden gefördert und Initiativen zur Konfliktprävention und zur Verbesserung der Lebenschancen unterstützt. Besonders angesprochen waren dabei Jugendliche und Frauen.

Eine der Herausforderungen dieses Jahres war der Zustrom südsudanesischer Flüchtlinge in Ost-Darfur. Durch ZOAs Einsatz ist es ihnen gelungen, ihren Bedarf an Grundnahrungsmitteln zu sichern. Dasselbe galt für Binnenvertriebene in Nord-Darfur. Dort unterstützen wir auch die Grundschulbildung in zwei gefährdeten Gemeinden.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, Europäische Kommission, ECHO, UNCOR, UNOPS, DFID-UK, Tearfund Australien, Stichting ZOA.

In Zusammenarbeit mit

Aqua4East und Aqua4Darfur Partnerschaft mit Plan International, Practical Action, Islamic Relief Worldwide, World Relief, International Aid Services, Acacia Water, RAIN Foundation and SOS Sahel Sudan and Tewaki, Green Peace, RDN, GPWO, JAMCO, Al Massar, UMCOR, CDN.