Myanmar

Warum Myanmar?

Myanmar besaß bis 2010 eine grausame Diktatur. Ethnische Minderheiten wurden unterdrückt und Millionen von Menschen flohen aus dem Land. ZOA arbeitet in dem Land seit 2008, dem Jahr, indem ein schwerer Wirbelsturm das Land heimsuchte. Seitdem arbeiten wir an der Nothilfe und dem Wiederaufbau. Sowohl in den von Naturkatastrophen betroffenen Regionen als auch in den Regionen, in denen rückkehrende Flüchtlinge versuchen, einen Neuanfang zu wagen.

Programmgebiete Myanmar

  • Südostmyanmar: Staaten Kayin und Bago
  • Westmyanmar: Staat Rakhine

Zielgruppen

  • Südostmyanmar: Binnenvertriebene, Binnenrückkehrer, Gasthaushalte und andere von Naturkatastrophen betroffene Gruppen
  • Rakhine: Von Konflikten betroffene Binnenvertriebene in Lagern aus dem Township Sittwe; gefährdete und von Konflikten betroffene Muslime und Rakhine-Gemeinschaften im Kyauktaw Township.
  • Existenz und Ernährung
  • WASH

Myanmar - Wir unterstützen Katastrophen- und Kriegsopfer

Das CDN (Consortium of Dutch NGOs: Red een Kind und ZOA) arbeitet in zwei sehr verschiedenen Programmgebieten, in denen Menschen Opfer von Gewalt, Konflikt und Vertreibung geworden sind. Damit unsere Arbeit den Konflikt nicht verschärft, sondern das friedliche Zusammenleben fördert, wenden wir konfliktsensible Methoden an.

Staat Rakhine

Der Norden des Staates Rakhine erlebte eine Welle der Gewalt gegen die Volksgruppe der Rohingya, die sich selbst als muslimisch bezeichnet. Am 25. August griff die Akaran-Rohingya-Befreiungsarmee 25 Kontrollpunkte der Polizei an. Daraufhin führte der militärische Gegenschlag zur Flucht von 688.000 Menschen nach Bangladesch. Auch wegen der Reisebeschränkungen für internationale Hilfsorganisationen in Rakhine mussten wir ein vom Welternährungsprogramm gefördertes Projekt beenden.

Dabei sind die muslimischen Binnenvertriebenen in Sittwe vollständig auf die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen angewiesen. Deshalb stellte das CDN in Ergänzung zur Arbeit anderer Organisationen WASH-Dienste bereit und verteilte Wasserfilter an 6.574 Personen. Nach dem Zyklon Mora haben wir in zwei Binnenflüchtlingslagern Hunderte von neuen Notfall-Latrinen gebaut, um den Ausbruch von Infektionskrankheiten zu verhindern. Zudem erhielten fast 30.000 Menschen Nahrungsmittelsoforthilfe.
Denn Rakhine Staat verzeichnet eine hohe Rate an Unterernährten. In Kyauktaw haben wir ein integriertes Projekt gestartet, das knapp 3.000 Familien erreicht. Hierbai führt das CDN Nahrungsssicherungs- und WASH-Aktivitäten durch, um die Ursachen für die Unterernährung bei Frauen und Kindern einzudämmen.

Südostmyanmar:

Die abgelegen Programmgebiete dort leiden seit über vierzig Jahren unter Konflikten. Jetzt wurde ein brüchiger Frieden vereinbart. Dabei unterstützt ZOA die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen, indem es 276 Haushalte in der landwirtschaftlichen Produktion ausbildet, Saatgut und Setzlinge an über 2.900 Bauern verteilt und landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften gründet (95 im Jahr 2017).

Zudem haben Frauen, die mit dem Gemüseanbau nicht vertraut sind, nun damit begonnen, Samen und Werkzeuge von CDN zu verwenden. Dadurch essen die Familien jetzt mehr Gemüse und verkaufen ihre Ernteüberschüsse. CDN hat auch mit der Entwicklung einer Wertschöpfungskette rund um den Kardamom begonnen. Ziel ist es, das Einkommen der Bauern zu erhöhen. Die Empfänger haben gesehen, dass sie mit steigendem Einkommen andere Grundbedürfnisse wie Schulgeld und medizinische Versorgung bezahlen können.

 

Finanziert durch

USAID, Unicef, Welternährungsprogramm, Danish Refugee Council, GIZ, LIFT, ZOA the Netherlands, ZOA Business Ambassadors.

Zusammenarbeit mit

Karuna Myanmar Social Services, Karen Baptist Associations: Paku, Keh Koh Keh Ba, Bwe Mo Bwa.