Jemen

Warum Jemen

Derzeit stehen mehr als 14 Millionen Jemeniten – die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes – am Rande einer schweren Hungersnot. Nach Angaben der UN droht dies sogar die größte humanitäre Katastrophe aller Zeiten zu werden, wenn es keine schnelle Soforthilfe gibt. Es ist ein weiterer Schlag für die ohnehin schon gefährdete Bevölkerung im Jemen. ZOA überlässt die Jemeniten nicht ihrem Schicksal, mehr über unsere Nothilfe erfahren Sie hier.

Die Jemeniten kämpfen seit Jahren. Jemen ist das ärmste Land im Nahen Osten und extrem trocken. Ein Konflikt zwischen Aufständischen und der Regierung endete 2011 in einem heftigen Bürgerkrieg. Im Mai 2012 haben wir ein Soforthilfeprogramm gestartet. Rund 21 Millionen der 25 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. ZOA ist eine der wenigen niederländischen Hilfsorganisationen im Land.

Programmgebiete

  • Gouvernements Sana’a, Hajjah, Al Hudaydah and Al Mahwit (Nordjemen)

Zielgruppen

Gemeinden mit:

  • hohe Raten an unterernährten Kinder unter fünf Jahren, sowie schwangeren und stillenden Frauen;
  • hohe Rate an Binnenvertriebenen;
  • schlechter Zugang zu Wasser/wasserarme Gebiete.
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Notunterkünfte

Jemen - Das triste Leiden der Jemeniten

“Alle Mädchen gehen jetzt zur Schule!”

— (Ein 12-jähriges Mädchen aus der Gemeinde Hella, nachdem ZOA das Bohrloch in ihrem Dorf repariert hatte. Früher waren viele Mädchen damit beschäftigt, Wasser aus einer weit entfernten Quelle zu holen.)

Seit der Eskalation des Kriegs im Jemen im März 2015 hat sich die Situation im Land stark verschlechtert. Für 2018 wird eine geschätzte Zahl von 22,2 Millionen (von 29,3 Millionen) Menschen humanitäre Hilfe benötigen. Im Oktober/November gab es eine Blockade der humanitären Hilfslieferungen, obwohl das Land schon am Rande einer Hungersnot stand. Nach wiederholten Cholera-Ausbrüchen verzeichnete es zudem mehr als eine Million Cholera-Fälle.

Aufgrund der unsicheren Lage, wurde es für ZOA immer schwieriger, alle Programmgebiete zu erreichen. In der Zwischenzeit haben wir so viele notleidenden Menschen wie möglich versorgt und uns auf Nahrungsmittelhilfe, die Schaffung von Einkommen und die Wasserversorgung konzentriert. ZOA konnte Nothilfe leisten und war gleichzeitig stets auf Nachhaltigkeit bedacht: Regenwassersammlung statt Wassertransport, Hausgärten statt Lebensmittelpakete. Während des Ausbruchs der Cholera waren wir an der Förderung und dem Bau von sanitären Anlagen sowie an der Cholera-Aufklärungarbeit und Vorbeugung beteiligt.
ZOA konnte eine Reihe von Wasserversorgungssystemen sanieren, die Tausende von Haushalten wieder mit Wasser versorgen. Eine dieser Wasseranlagen mit einer Tiefe von mehr als 300 Metern wird heute mit Solarenergie betrieben und liefert Wasser für 95 Familien (fast 700 Menschen).

Von den 6.461 Familien (45.227 Personen), die Lebensmittelpakete erhielten, wählte ZOA mehr als 1.000 Familien für ein Hausgartenprogramm aus. Die Haushalte wurden in landwirtschaftlichen Techniken ausgebildet und erhielten Saatgut und Werkzeuge. Während der drei Monate, in denen sie ihre Gartenarbeit vorbereitet haben, erhielten sie weiterhin Lebensmittelrationen. Inzwischen bauen diese Familien ihr eigenes Gemüse an. Für viele arme Familien waren diese Hausgärten ein absolutes Aha-Erlebnis. Sie hatten gedacht, dass nur wohlhabende Scheichs Landwirtschaft betreiben könnten. Oft bekamen wir daraufhin Besuch in unseren Büros von Nachbargemeinden, die um ähnliche Hilfe baten.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, Europe-Aid, UNOCHA, Unicef, Tearfund UK, ICCO/Kerk in actie, Global Affairs Canada, World Relief Canada, Stichting ZOA.

In Zusammenarbeit mit

Enmaa Social Foundation for Development, Social Development for Hudaydah Girls Foundation, National Foundation for Development and Humanitarian Response.