Irak

Warum Irak?

Im Sommer 2014 rückte der IS von Syrien in den Irak vor. Die Bevölkerung in der Region Sinjar floh massenhaft und suchte Zuflucht in den kurdischen Provinzen im Nordirak. Seit 2014 helfen wir mit Unterkünften, Hilfsgütern, Wasser und sanitären Einrichtungen. Im Jahr 2016 haben wir zudem eine Notfallaktion für Flüchtlinge aus Mosul gestartet.

  • Grundbildung
  • Wash
  • Notunterkünfte
  • Friedensförderung
  • Existenz und Ernährung

Irak - Wasser, Essen, Unterkünfte und geschützte Orte

"West-Mossul und unser Haus sind komplett zerstört. Meine Tochter hatte Angst vor jedem Geräusch, aber hier im Zentrum hat sie sich verändert. Sie spielen viel zusammen. All diese Kinder machen richtig Lärm! Sie hat keine Angst mehr, wenn wir nach Hause kommen - sie fühlt sich sicher.”

— Zeena, die mit ihrer Tochter am Safe-Space-Programm teilnimmt.

Im Jahr 2017 ist durch die Zurückeroberung von Mossul und anderen vom IS kontrollierten Gebieten die Zahl der Binnenvertriebenen angestiegen. Ihre Zahl nimmt mittlerweile langsam wieder ab, da viele in ihre Heimat zurückkehren. Trotzdem stehen Sie vor großen Herausforderungen. Häufig sind ihre Häuser ganz oder teilweise zerstört worden. Auch ihre Existenzgrundlagen können sie nach der Rückkehr nicht ohne weiteres wiederaufbauen. Während des gesamten Jahres 2017 konzentrierte sich ZOA Irak auf Projekte für Binnenvertriebene und Rückkehrer.

Ziel war es zunächst, die Nahrungsmittelversorgung und den Zugang zu sauberem Wasser zu sichern, die Wasserleitungen instand zu setzen und Wohnraum zu schaffen. Darüber hinaus führte ZOA Irak ein Notschulungsprojekt für syrische Flüchtlings- und Binnenvertriebenenkinder durch und richtete in Mossul-Stadt eine Reihe von sicheren Orten für Frauen und Kinder ein. In diesen sicheren Räumen werden Freizeitaktivitäten und Aufholunterricht für Kinder organisiert. Darüber hinaus erhalten Kinder und Mütter die notwendige psychosoziale Unterstützung.

Einer der Höhepunkte in der Arbeit von ZOA im Jahr 2017 war das Projekt „Iraq Joint Response“ der niederländischen Relief Alliance. Es brachte Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Speicherung von sauberem Wasser und die Verbesserung der Hygienekenntnisse für Menschen in die zuvor vom IS besetzten Städte. Ein weiterer Höhepunkt war die Bereitstellung von
Bargeldgutscheinen für Hilfsartikel außer Lebensmitteln und Unterkünften für Familien in Ost-Mossul. Durch die Bereitstellung der Gutscheine konnte ZOA den Empfängern – unter Einschränkungen – etwas Würde und Selbstbestimmung beim Kauf von Artikeln für ihre besonderen Bedürfnisse geben.

Durch ZOAs Projekte erhielten 2017 die bedürftigsten und verletzlichsten Menschen, besonders von gewaltsamen Konflikten Betroffene, Hilfe und Hoffnung für ihre Zukunft.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, ECHO, Europe Aid, USAID, UNOCHA, UNHCR, Unicef, DFID-UK, Welternährungsprogramm, FIDA, Hulp Bijzondere Noden, DOB Foundation, Woord & Daad, Red een Kind, Hofstee Stichting, Stichting ZOA.

In Zusammenarbeit mit

Partner der Niederländischen Relief Alliance, CAPNI, JORD, IID, EADE, CNSF.