DR Kongo

Warum DR Kongo?

Die Demokratische Republik Kongo blickt auf eine lange Geschichte von Kolonisierung, Gewalt, Diktatur und Bürgerkrieg zurück. Vor allem der Osten des Landes hat mit immer wieder auftretenden Gewaltausbrüchen zu kämpfen. Schwere Menschenrechtsverletzungen, der Einsatz von Kindersoldaten und die Vergewaltigung von Frauen gehören zur Normalität. Tausende von Menschen sind auf der Flucht.

Seit 2008 helfen wir im Ostkongo mit Soforthilfe, Hilfe bei der Rückkehr und Wiederherstellung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens.

Programmgebiete in der DR Kongo

  • Im Norden der Provinz Südkivu: Minova und Hauts Plateaux de Kalehe
  • Im Süden der Provinz Südkivu: Luberizi im Ruzizi-Tal, Rubanga, Fizi

Zielgruppen

  • Minova and Hauts Plateaux: Benachteiligte Jugendliche und bäuerliche Gemeinschaften
  • Luberizi: Bauern und Hirten der Barundi- und Bafulero-Stämme
  • Rubanga: Minderjährige Mütter und benachteiligte junge Frauen
  • Fizi: Kurzlernprogramm für 960 Kinder im Alter von 10 – 16 Jahren
  • Ernährung und Existenz
  • Grundbildung
  • Friedensförderung

Demokratische Republik Kongo - Frieden durch Landrechte

Die Demokratischen Republik Kongo ist im Laufe des Jahres immer unsicherer geworden. Unter anderem sind die verzögerten Präsidentschaftswahlen Grund dafür. Besonders in den Kivu-Provinzen sorgten Konflikte zwischen Stämmen und bewaffneten Gruppen für anhaltende Unsicherheit. Dazu gibt es knappe Kassen, schlechte Straßen und Personalmangel im öffentlichen Dienst. Daher ist jeder Tag eine Herausforderung für ZOA, den Opfern dieser Konflikte Hilfe zu bringen und ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. ZOA musste fast die gesamte Programmarbeit in Nord-Kivu wegen Geldmangel schließen, ein schwerer Rückschlag. Währenddessen sorgt der Gewaltanstieg für immer größer werdende humanitäre Bedürfnisse.

Andererseits waren wir froh, ein neues Büro in Bukavu eröffnen zu können. Zudem konnten wir einige Verträge unterzeichnen. Dazu gehören  Verträge für das Integrierte Wasserressourcen-Management (IWRM) in Luberizi – im Konsortium mit IRC (Lead). Ebenso der Search for Common Ground – sowie für Addressing Root Causes (ARC) in Minova und Kalehe. Hier leitet ZOA eine Partnerschaft mit War Child und VNG International.

Programmziele

Das übergeordnete Ziel des IWRM-Programms in Luberizi ist es, den Frieden zwischen zwei Stämmen zu fördern. ZOA konzentriert sich dabei besonders auf die Wiederherstellung von Bewässerungssystemen sowie auf Landrechte und landwirtschaftliche Entwicklung. Search for Common Ground übernimmt friedensbildende Aktivitäten und IRC verbessert den Zugang zu Trinkwasser. Die beiden zuvor befeindeten Stammeshäuptlinge arbeiten nun im Projekt zusammen, was beiden Stämmen zugutekommt.

In Minova und Kalehe konzipierte das ARC-Konsortium zudem ein Rahmenprogramm. War Child fördert wirtschaftliche Aktivitäten für junge Menschen, ZOA landwirtschaftliche Aktivitäten und Landrechte für Bauern. Außerdem unterstützt ZOA den sozialen Zusammenhalt und Wiederaufbau durch gemeindebasierte Sozialtherapie, während VNG International die kommunalen Führungskompetenzen verbessert.

In Fizi haben wir unser dreijähriges Kurzlernprogramm für Kinder zwischen 10 und 16 Jahren abgeschlossen. Dadurch haben 272 Kinder die Grundschule absolviert. 205 haben im Jahr 2017 ihren Abschluss gemacht. In Rubanga haben wir gefährdete junge Frauen unterstützt, von denen viele schon im Teenageralter Mütter wurden. Eine Berufsausbildung und -förderung verschafft ihnen Einkommen, Hoffnung und Würde.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, Department of Foreign Affairs, Trade and Development Canada, Folke Bernadotte Academy, Starec, EO Metterdaad, Stichting ZOA.

In Zusammenarbeit mit

Südkivu. Fizi: DIE (Division de l’education), DEO, l’inspection de l’enseignement primaire;
Bukavu: APC, AFEM, UEFA; Beni: ACPDI.