DR Kongo

Warum DR Kongo?

Die Demokratische Republik Kongo blickt auf eine lange Geschichte von Kolonisierung, Gewalt, Diktatur und Bürgerkrieg zurück. Vor allem der Osten des Landes hat mit immer wieder auftretenden Gewaltausbrüchen zu kämpfen. Schwere Menschenrechtsverletzungen, der Einsatz von Kindersoldaten und die Vergewaltigung von Frauen gehören zur Normalität. Tausende von Menschen sind auf der Flucht.

Seit 2008 helfen wir im Ostkongo mit Soforthilfe, Hilfe bei der Rückkehr und Wiederherstellung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens.

Provinzen und Zielgruppen

  • Nord- und Süd-Kivu-Provinzen im Osten der DR Kongo.
  • Alle Opfer der Gewalt in der kongolesischen Bevölkerung – Frauen, Männer, Mädchen und Jungen, insbesondere Binnenvertriebene und Flüchtlinge.
  • Food security & Livelihoods
  • Basic education

Was wir in der DR Kongo tun

Die Sicherheitslage im Land hat sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Der Aktivismus der bewaffneten Gruppen in Nord-Kivu ist im Gange, verbunden mit wachsenden Konflikten innerhalb der Bevölkerungen um das Land. Die Verschiebung der nationalen Wahlen 2016 hat zu weiterer politischer Instabilität und einer sich abschwächenden wirtschaftlichen Situation geführt.

ZOA DR Kongo hat zwei Großprojekte abgeschlossen: “Verzögerte Krise” und “Wiederaufbau”. Externe Berater bewerteten beide Projekte positiv. Die landwirtschaftliche Produktion ist gestiegen und die nichtlandwirtschaftlichen Einkommensquellen wurden diversifiziert, obwohl die Einnahmen aus diesen Quellen begrenzt waren. 81 Prozent der Gemeinschaftskonflikte wurden von den Friedenskomitees gelöst. Viele Konflikte bestehen jedoch zwischen den Gemeinschaften und können nur auf regionaler oder gar provinzieller Ebene gelöst werden, wo der Einfluss des Projekts begrenzt ist.

Hilfsprojekte für Frauen

Im Oktober besuchte eine Gruppe von neun niederländischen Frauen das Tuna Weza-Projekt (“We can”). Sie unterstützt sexuell missbrauchte Frauen durch psychosoziale Unterstützung, Alphabetisierungskurse und einkommensschaffende Aktivitäten, indem sie Solidaritätsgruppen einrichtet, die ihnen gleichzeitig helfen, gemeinsam Geld zu sparen.

Programmorientierung auf Zusammenarbeit

Bei der Vorbereitung auf das Jahr 2017 schlossen wir uns zwei Konsortien an, eine neue Lernerfahrung für ZOA DRC. Ebenso dachten wir auch über unsere Programmorientierung nach. Wir haben uns an der “International Security and Stabilization Support Strategy”, der gemeinsamen Strategie für den Ostkongo, orientiert, die darauf abzielt, UN-Organisationen, Geber, MONUSCO und (I)NGOs auf einer gemeinsamen Agenda zusammenzubringen. Im Rahmen dieser Gesamtstrategie liegt unser Fokus auf dem demokratischen Dialog (Friedensförderung) mit Schwerpunkt auf Landkonflikten – der Hauptursache für Gewalt -, kombiniert mit einem Fokus auf Ernährungssicherheit, alles aus einer starken geschlechtsspezifischen Perspektive.

Coaching lokaler Organisationen

Wir haben wichtige Veränderungen in unserem Organisationsansatz vorgenommen und uns von der direkten Umsetzung entfernt. Unser Fokus und Mehrwert wird mehr in der Rolle der Unterstützung, Schulung und des Coachings kongolesischer Organisationen liegen, indem wir die Umsetzung übernehmen und bei Bedarf technische Hilfe leisten. Aufgrund des aktuellen Bedarfs werden wir auch unsere Anstrengungen in der Nothilfe verstärken.