Burundi

Warum Burundi?

In Burundi gibt es starke ethnische Spannungen zwischen den Hutus und Tutsi. Seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2006 kehren viele Flüchtlinge zurück. An der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo ist die Lage seit Jahren unruhig. Gleichzeitig erzeugen die politischen Beziehungen in Burundi selbst Spannungen und Gewaltausbrüche.

Seit 2010 arbeiten wir in diesem sehr dicht besiedelten Land daran, es durch die Verbesserung der Landwirtschaft und die Wiederherstellung der sozialen Beziehungen wieder auf- und auszubauen.

Programmgebiete

  • Cibitoke, Makamba, Rumonge

Zielgruppen

  • Von Konflikten und Naturkatastrophen betroffene Bevölkerungsgruppen in abgelegenen Gebieten, insbesondere Kleinbauern, Jugendliche, gefährdete Haushalte und Grundschulen.
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Notunterkünfte
  • Friedensförderung

Burundi - Überleben in chronischen Krisen

Früher hatten wir nie genug. Jetzt ernte ich dreimal im Jahr und verkaufe die Überschüsse!”

— Julienne, Teilnehmerin am PAPAB-Projekts, Witwe und Mutter von drei Kindern, von denen eines behindert ist.

Burundi ist in einer chronischen Krise. Die politische Situation bleibt angespannt, mit verheerenden Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Klimawandel bringt die landwirtschaftliche Saison durcheinander, was die Verfügbarkeit von Trinkwasser beeinträchtigt und immer wieder Choleraausbrüche verursacht. Zudamen macht die hohe Bevölkerungsdichte Land knapp, was zu Auseinandersetzungen über Landrechte führt. Über unseren integrierten Ansatz helfen wir benachteiligten Menschen, die ums Überleben kämpfen.

Finanziert von der niederländischen Botschaft und USAID führt ZOA Landzertifizierungsprojekte in vier Distrikten der Provinz Makamba durch. Als Teil des PAPAB-Gemeinschaftsprojektes haben wir mit dem Internationalen Zentrum für Düngemittelentwicklung (IFDC), Alterra und Oxfam Novib mehr als 10.000 Landwirte geschult, um die Agrarproduktion zu steigern. In Kombination mit Landzertifizierungsprojekten können viele Familien ihre Ernährungslage verbessern. In Rumonge haben wir eine Lagerhalle für jedes der vier PAPAB-Dörfer gebaut, wo wir die Ernte der Kleinbauern sicher und mit guter Qualität lagern können. Die Einrichtung von 332 dörflichen Spar- und Darlehensverbänden allein im Jahr 2017 (mit 2.657 Mitgliedern) hat den Zugang zu Krediten deutlich verbessert.

In Cibitoke konnten wir beobachten, wie mehrere Projekte sich gegenseitig verstärkt haben: In einem Projekt wurden Häuser für bedürftige Rückkehrer gebaut. Sie wurden von Friedenskomitees ausgewählt, die in einem Vorgängerprojekt geformt wurden. Die Bauarbeiten haben wiederum Jugendliche aus verschiedenen politischen Parteien übernommen, die in der Vergangenheit an einem Friedensbildungsprojekt beteiligt waren, das die Zusammenarbeit gefördert hat.

In den Gemeinden Burambi (Rumonge), Makamba und Nyanza Lac (Makamba) haben die Zielgruppen sich wesentlich am Ausbau und Schutz natürlicher Quellen beteiligt. Wir konnten so 15 Quellen in Burambi und 36 in Makamba fertigstellen. Sie liefern sauberes Trinkwasser in die oft sehr abgelegenen Gebiete. Wasser und sanitäre Einrichtungen in Schulen, unser Training zur Menstruationshygiene und die Verteilung von wiederverwendbaren Damenbinden haben zu einem verbesserten Zugang von Teenager-Mädchen zur Bildung beigetragen.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Europäische Kommission, USAID, Tearfund UK, Welternährungsprogramm, Waterloo Foundation, Stichting ZOA, ZOA Business Ambassadors.

In Zusammenarbeit mit

Réseau Burundi 2000+, MIPAREC, SaCoDé.