Afghanistan

Warum Afghanistan?

ZOA ist seit 2000 in Afghanistan tätig. Wir helfen Menschen, die vor Gewalt geflohen sind. Ebenso arbeiten wir aber auch am Wiederaufbau von Dörfern in ländlichen Gebieten, damit rückkehrende Flüchtlinge einen guten Neuanfang haben können. Wir bieten Soforthilfe bei Naturkatastrophen wie Dürre und Überschwemmungen sowie in extremen Wintern.

Programmgebiete

  • Nordafghanistan: Provinzen Jawzjan und Sar-e Pul
  • Zentralafghanistan: Region Kabul und Provinz Nangarhar
  • Südafghanistan: Uruzgan und Zabul

Zielgruppen

  • Rückkehrer aus Pakistan, Binnenvertriebene Afghanistans und Gastbevölkerung.
  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Notunterkünfte
  • Friedensförderung

Afghanistan - Wir helfen weiterhin, auch in schwierigen Lagen

"Ich fühle mich stärker, ich bin stolz. Jetzt bringe ich etwas Geld mit. Mein Mann respektiert mich mehr als früher."

— (Teilnehmerin einer Selbsthilfegruppe)

Die Lage in Afghanistan ist prekär und ändert sich ständig. Die andauernde Unsicherheit schränkt den Zugang zu den Projektstandorten ein. Vorfälle sind schwer vorhersehbar und machen es auch schwer, Bedürfnisse vorherzusehen.

Ende 2016 strömten etwa 600.000 Menschen in die Provinz Nangarhar, darunter hauptsächlich Rückkehrer aus Pakistan. Im Jahr 2017 wurden zudem Tausende Menschen innerhalb der Provinz durch Kämpfe zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppierungen und Regierungstruppen vertrieben. Solche Zahlen üben Druck auf die Gastbevölkerung aus, die eigentlich für ihre Gastfreundschaft bekannt ist, denn sie belasten die Kapazitäten der Grundversorgung. ZOA konnte eine Reihe von Gemeinden mit 136 Wasserbrunnen unterstützen. Finanziert wurden sie von der Niederländischen Relief Alliance.

Natürlich mussten auch die Schulen mit dem Zustrom von Schülern fertig werden. ZOA baute daher neue Klassenzimmer sowie 35 Brunnen kombiniert mit Latrinen in Schulnähe und unterrichtete Schulkinder in Hygiene. Stolz erzählten sie etlichen ZOA-Mitarbeitern, dass sie ‘der Doktor’ genannt wurden, weil sie ihr neues Wissen mit ihren Eltern zu Hause teilten. Zudem haben wir Friedenserziehungskurse für Schulkinder entwickelt, um Konflikte gewaltfrei zu lösen. Noch ist es zu früh, um die Wirkung zu messen, aber es wäre natürlich wunderbar, wenn sie auch diese Lektionen mit nach Hause brächten.

In den anderen Programmgebieten blieb ZOA trotz alltäglicher Sicherheitsprobleme weiterhin aktiv. Wir arbeiten eng mit den örtlichen Gemeindeentwicklungsräten zusammen. ZOAs Beitrag ist dort sehr willkommen. Eines der herausragendsten Ergebnisse im Jahr 2017 war, dass 72 Dörfer (der gesamte Bezirk Balkhab) alle offenen Defäkationsstellen geschlossen haben, nachdem wir ein neues „Gemeindegeleitetes Rundum-Sanitärkonzept“ eingeführt hatten.

In Kabul und Sheberghan treffen sich wöchentlich etwa 150 Frauenselbsthilfegruppen. Sie sparen gemeinsam Geld, um Darlehen an einkommensschaffende Kleinunternehmerinnen zu vergeben und gesellschaftliche Themen wie Hygiene und Ernährung zu diskutieren. Die Frauen tragen inzwischen zum Familieneinkommen bei. Dadurch respektieren auch ihre Ehemänner sie mehr. Auch wenn die Fortschritte nur in kleinen Schritten erfolgen, sind diese Gruppen ein deutliches Zeichen der Hoffnung in diesem schwierigen Umfeld.

 

Finanziert durch

SHPOUL, Sanayee Development Organisation, Parter der Niederländischen Relief Alliance,
Gemeindeentwicklungsräte.

In Zusammenarbeit mit

Niederländisches Außenministerium, Afghanisches Ministerium für ländlichen Wiederaufbau und Entwicklung, USAID, UNOCHA, Unicef, NEPA, DOB Foundation, Stichting ZOA.