Äthiopien

Warum Äthiopien?

Äthiopien gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Doch das Land nimmt Hunderttausende von Flüchtlingen aus seinen Nachbarländern auf. Seit 1993 leisten wir hier Soforthilfe, wobei wir uns auf die Wiederherstellung der Landwirtschaft, des Einkommens und der friedlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen konzentrieren.

Provinzen und Zielgruppen

  • Dollo Ado, Gambella, Hudet / Moyale, Jijiga, Shire.
  • Flüchtlinge, Binnenvertriebene und die bedürftige äthiopische Bevölkerung, mit einem Schwerpunkt auf von Migration bedrohten Jugendlichen.
  • Food security & Livelihoods
  • WASH
  • Shelter
  • Friedensförderung
  • Basic Education

Was wir in Äthiopien tun

Äthiopien ist nach Uganda die zweitgrößte Flüchtlingsnation in Afrika und die fünftgrößte der Welt (Stand 2016). Das Land beherbergt viele Flüchtlinge aus Somalia, Eritrea und dem Südsudan. Viele Flüchtlinge durchqueren das Land auch auf ihrem Weg, um anderweitig ein besseres Leben zu finden. Ende 2016 nahm Äthiopien fast 800.000 Flüchtlinge in 25 Lagern und in seinen Städten auf. Äthiopien ist trotz des erheblichen Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren mit vielen ethnischen Unruhen konfrontiert. El Niño traf das Land hart, denn die Bevölkerung ist extrem anfällig für solche externen Schocks ist. Für viele Äthiopier bedeutet dies einen täglichen Kampf um Nahrung.

Zielgruppen von ZOA Äthiopien

ZOA Äthiopien unterstützt Binnenvertriebene, Flüchtlinge und deren Aufnahmegemeinschaften, oft an abgelegenen Orten, wo es nur sehr begrenzte Hilfe für die betroffene Bevölkerung gibt. ZOA leistet bei Bedarf Unterstützung und passt den Lösungsansatz und die Unterstützung an die Bedürfnisse der Bevölkerung an. Zu diesem Zweck hat ZOA Fachwissen in den Bereichen Lebensgrundlagen, Ernährung, Energie, Bildung, WASH und psychosoziale Unterstützung entwickelt.

El Niño

Die Auswirkungen von El Niño haben nach wie vor Millionen von Menschen in Äthiopien erfasst, nicht nur durch Dürren, sondern auch durch Überschwemmungen. ZOA arbeitete eng mit der lokalen Regierung und anderen (I)NGOs zusammen, um diese Naturkatastrophe zu bekämpfen. Eine der Initiativen war die Zusammenarbeit im Rahmen der Joint Response des Niederländischen Hilfswerks (Dutch Relief Alliance). Wir konnten die stark betroffenen Gebiete mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgen.

Wirtschaftliche Perspektiven

Mit Mitteln des niederländischen Außenministeriums für den Wiederaufbau haben wir südsudanesische Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden in Gambella unterstützt und uns für den sozialen Zusammenhalt eingesetzt. Im Bezirk Shire haben wir ein Projekt abgeschlossen, das eritreischen Flüchtlingen eine Berufsausbildung bietet, die darauf abzielt, die Lebensgrundlagen zu verbessern und die Zukunftsperspektiven von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden zu verbessern. Wir haben weitere Mittel vom niederländischen Außenministerium erhalten, um die Schaffung von wirtschaftlichen Perspektiven für die eritreische und äthiopische Jugend fortzusetzen.