Äthiopien

Warum Äthiopien?

Äthiopien gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Doch das Land nimmt Hunderttausende von Flüchtlingen aus seinen Nachbarländern auf. Seit 1993 leisten wir hier Soforthilfe, wobei wir uns auf die Wiederherstellung der Landwirtschaft, des Einkommens und der friedlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen konzentrieren.

Programmgebiete

  • Gambella Regional State (Feldbüro in Mattar und Gambella-Stadt)
  • Somali Regional State (Feldbüro in Dolo Ado)
  • Tigray Regional State (Feldbüro in Shire and im Flüchtlingslager Hitsats)

Zielgruppen

  • Flüchtlinge, Binnenvertriebene und hilfsbedürftige äthiopische Bevölkerungsgruppen mit Schwerpunkt auf gefährdeten Jugendliche und irregulären Migranten.

 

  • Existenz und Ernährung
  • WASH
  • Grundbildung

Äthiopien - Leiden unter Gewalt und Dürre

Ich habe 90% meines Viehs verloren”

— Abdirahman Hassan Aden, Landwirt in Äthiopien

ZOA Äthiopen arbeitet mit Binnenvertriebenen, der Gastbevölkerung, Rückkehrern und einer großen Zahl von Flüchtlingen. Die meisten sind vor einer tödlichen Kombination von Gewalt und Dürre aus Somalia, Eritrea und dem Südsudan geflohen. Gleichzeitig bekommen selbst die Äthiopier schon keine ausreichende Grundversorgung. Das Land wurde daher von inneren Konflikten erschüttert, die einige Monate lang zum Ausnahmezustand führten.

ZOA hat sich aktiv an der Debatte mit der äthiopischen Regierung und dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) über die Annahme und Anwendung des „umfassenden Referenzrahmens für Flüchtlinge in Äthiopien“ beteiligt. Teile des ZOA-Ansatzes sind in diesen Politikrahmen aufgenommen worden. Dazu zählen etwa die Ausweitung der Out-of-Camp-Politik und die Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge.

Seinem Ansatz entsprechend beteiligt sich ZOA Äthiopien an drei großen Konsortien, die im Jahr 2017 gegründet wurden. Dessen Ziel ist es, junge Menschen zu unterstützen, bei denen das Risiko irregulärer Migration besteht. Dazu zählen ein Fünfjahresprogramm zur “Bekämpfung der Grundursachen”, das vom niederländischen Außenministerium gefördert wird und zwei von der Europäischen Union geförderte Regionalentwicklungs- und Schutzprogramme über drei Jahre. Davon findet jeweils eines in städtischen Gebieten und eines mit Schwerpunkt auf Dolo Ado und Umgebung statt. Der Zustrom südsudanesischer Flüchtlinge in Gambella stieg bis Dezember 2017 auf 428.000. Heute übersteigt die Zahl der Flüchtlinge in der Region die der Gastbevölkerung, was einen enormen Druck auf diese ausübt. Obwohl die Gegend schwer erreichbar ist, haben wir die Aufnahmegemeinden Akobo und Wanthoa erfolgreich unterstützt.

Fast eine Million Menschen wurden aufgrund des Konflikts zwischen den Oromo und den Somali vertrieben. Ihre Bedürfnisse sind groß. Wir bereiten uns daher darauf vor, im Laufe des Jahres 2018 mit den Vertriebenen zusammenzuarbeiten. Die Dürre im Osten und im Süden Äthiopiens hält an. Wir leisteten Nothilfe durch Wassertransporte, Fütterung des Viehs, Verteilung von Kanistern, Wasserreinigungstabletten sowie Eselskarren und unterstützten so über 1.000 Haushalte.

 

Finanziert durch

Niederländisches Außenministerium, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Europäische Kommission, Tearfund Australien, Global Affairs Canada, IOM, EO Metterdaad, Stichting ZOA.

In Zusammenarbeit mit:

Norwegian Refugee Council; Danish Refugee Council; Partner der Niederländischen Relief Alliance; verschiedene Regierungspartner wie das Regional Justice Bureau and das Water Bureau; IOM, UNOCHA, DPPFSA, IDURUS.